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29.07.2015

10:45 Uhr

Volkswagen-Analyse

Die China-Frage

VonChristian Schnell

Volkswagen legt eine solide Bilanz für das erste Halbjahr vor. Die Baustellen werden angegangen, doch die Probleme in China bleiben die Achillesferse. Die große Frage ist: Ist die Schwäche dort nur von kurzer Dauer?

Autoexperte sieht Nachholbedarf

„VW ist viel zu abhängig vom chinesischen Markt“

Autoexperte sieht Nachholbedarf: „VW ist viel zu abhängig vom chinesischen Markt“

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FrankfurtDie erste Reaktion der Börsianer ist eindeutig. Volkswagen will in diesem Jahr nun bei den Auslieferungen nicht mehr „moderat“ wachsen, wie es noch im Frühjahr geheißen hatte, sondern strebt nur noch das Niveau von 2014 an. Das wären im Gesamtjahr zwar wieder mehr als zehn Millionen Autos. Doch die Anleger honorieren das mit einem Minus von mehr als einem Prozent für die Aktie.

Dass die Zeiten für die Autohersteller im Allgemeinen und für Volkswagen als einen der größten Hersteller überhaupt schwieriger werden würden, war lange klar. Nicht umsonst haben die VW-Papiere seit Mai gut 20 Prozent an Wert eingebüßt. Zu offensichtlich war, dass beispielsweise in China, wo der Konzern mehr als ein Drittel seiner Autos verkauft, die Goldgräberstimmung der vergangenen Jahre vorbei ist.

Die wird auch nicht mehr zurückkehren, eher wird eine neue Normalität Einzug halten. Das war schon länger auch vom Konzern so kommuniziert worden. Wenn es dann aber so kommt, dann sind viele eben doch überrascht.

Bestseller im ersten Halbjahr 2015

Platz 10

Abgerundet wird die Top-Ten-Liste der am häufigsten in Deutschland zugelassenen Neuwagen im ersten Halbjahr 2015 vom Opel Astra, der kurz vor dem Modellwechsel um sieben Prozent auf 26.526 Einheiten zugelegt hat.

Platz 9

Nur knapp hinter Platz 8 folgt der Ford Focus mit 26.650 Neuzulassungen (minus 3,2 Prozent).

Platz 8

Rang acht geht an den Opel Corsa, der trotz grundlegender Erneuerung Ende 2014 nur einen Zuwachs von drei Prozent auf 26.928 Einheiten verbucht.

Platz 7

Als erfolgreichstes Import-Modell landet der Skoda Octavia mit 27.924 Neuzulassungen auf Platz sieben (plus zwei Prozent).

Platz 6

Platz sechs geht an den VW Tiguan, der angesichts der kurz bevorstehenden Ablösung durch seinen Nachfolger auf 29.195 Neuzulassungen kommt (minus 15 Prozent).

Platz 5

Die Top Five komplettiert trotz eines Rückgangs um fünf Prozent der Audi A3 mit 31.767 Neuzulassungen.

Platz 4

Rang vier geht an die Mercedes C-Klasse, die mit einem Plus von 20 Prozent nun durchaus als Erfolgsmodell gelten kann.

Platz 3

Beim Kleinwagen Polo hat das Lifting für einen Zehn-Prozent-Sprung auf 35.255 Einheiten gesorgt.

Platz 2

Mit 47.541 Neuzulassungen erreicht der neue Passat nach einem Nachfrage-Schub von 31 Prozent Rang zwei.

Platz 1

Der VW Golf war im ersten Halbjahr 2015 erneut Deutschlands gefragtester Neuwagen. 136.235 Neuzulassungen vereinte der Kompaktwagen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in den ersten sechs Monaten auf sich. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von knapp 20 Prozent. Seinen Anteil daran hat auch das Debüt der neuen Variante Golf Sportsvan im Sommer 2014.

Doch es gibt beim Blick nach vorne auch durchaus positive Aspekte. Wenn jetzt in China, wie im ersten Halbjahr geschehen, die Verkäufe um 3,9 Prozent zurückgingen, das operative Ergebnis aus den beiden Gemeinschaftsfirmen in China jedoch sogar leicht auf 2,7 Milliarden Euro stieg, dann kann das nur bedeuten, dass man sich dort nicht auf einen Preiskampf eingelassen hat, sondern um der besseren Marge willen lieber auch mal etwas weniger verkauft hat.

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Hält das Management auch bei noch stärkerem Gegenwind als bisher diese Strategie durch, dann sind auch am Jahresende lediglich die ursprünglichen Verkaufsziele nicht erreicht. Umsatz und Ergebnis wären dann aber weiter im Plan. Zumal die große Mehrzahl der Experten weiter davon ausgeht, dass die generelle Marktschwäche in China im Moment nur eine Delle darstellt.

Mindestens genauso wichtig wie die Lage in China sind jedoch die Baustellen im Konzern, die sich in den vergangenen Jahren gezeigt haben. Die magere Marge bei der Kernmarke VW gehört dazu, auch das schlechte Geschäft in den USA. Hier zeichnet sich im Zahlenwerk des Zwölf-Marken-Konzerns ab, dass eifrig gearbeitet wird.

Eine Marge von immerhin 2,7 Prozent steht jetzt wieder für die Kernmarke, im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,1 Prozent. Das ist zwar immer noch weit entfernt vom Ziel, das in etwa doppelter Höhe liegt. Aber zumindest ein Ansatz. Das Effizienzprogramm, das vor rund einem Jahr initiiert wurde, trägt erste Früchte. Mehr war zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu erwarten. Schließlich soll dessen ganze Konsequenz erst im Jahr 2018 erkennbar sein.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

30.07.2015, 10:59 Uhr

Ach der oberschlaue Albers ist wieder in den Foren unterwegs, und gibt ungefragt zu allem und jeden seinen ewig gleichen Senf dazu. Täglich grüßt das Alberstier. Zu jedem Kommentar eine Albers-"Würdigung". Der selbsternannte Meinungs-Gott Albers kommt einem EU-KP wie dem Juncker schon sehr nahe. Alle anderen haben keine Ahnung, nur er hat Recht.

Dabei ist er selbst wohl am verlogensten! wie der Juncker halt.

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