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31.07.2012

18:58 Uhr

Volkswagen

Der mächtigste Autohändler der Welt

VonStefan Menzel

VW sitzt nun auf dem Thron des Autohandels - dank der Übernahme der Porsche Holding. Diese expandiert vor allem in Südamerika. VW bringt den Konkurrenten Toyota damit immer mehr in Bedrängnis.

VW ist zum mächtigsten Autohändler aufgestiegen. dpa

VW ist zum mächtigsten Autohändler aufgestiegen.

WienDer VW-Konzern verstärkt seine Aktivitäten im Autohandel - mit Hilfe der Porsche Holding in Salzburg. Die neue Konzerntochter aus Österreich soll den Fahrzeug-Groß- und Einzelhandel von Südamerika bis nach China für den Wolfsburger Konzern ausbauen.

Die Familien Porsche und Piëch hatten ihr Handelsunternehmen vor einem Jahr für 3,3 Milliarden Euro an VW abgegeben. Mit knapp 500000 verkauften Autos und gut elf Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2011 ist die Porsche Holding der weltgrößte Volkswagen-Händler.

Mit der firmeneigenen Holding könne der Konzern "auf die gesamte Wertschöpfungskette Einfluss nehmen. Und die Vermarktung wird effizienter und zielgerichteter", sagt Alain Favey, der Geschäftsführer der Porsche Holding, dem Handelsblatt.

Volkswagen wolle den Fahrzeughandel zwar nicht komplett in eigener Regie übernehmen, wohl aber "in bestimmten Märkten präsent sein", auch aus strategischen Gründen. Deshalb verschiebt der Konzern Kompetenzen aus der Zentrale nach Salzburg - und expandiert. In Deutschland hat die Porsche Holding 100 und in Spanien 70 Händlerbetriebe übernommen. Der Erfolg: Hierzulande kommt die Porsche Holding bei VW-Konzernmodellen derzeit auf einen Marktanteil von etwa sieben Prozent, in Spanien sind es 13 Prozent. Seit Jahresbeginn ist die Holding auch VW-Generalimporteur in Kolumbien, weitere Staaten aus Lateinamerika sollen folgen. Später könnten auch Länder in Afrika und Asien dazugenommen werden.

Die Zahl der Mitarbeiter wird dadurch in diesem Jahr voraussichtlich von 21000 auf 30000 Beschäftigte ansteigen.

Kommentare (2)

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Dick.Kopf

31.07.2012, 21:56 Uhr

Porsche ist in der Automobilbranche nur ein kleiner Fisch. Für VW ist das Fischlein ein bisschen grösser, aber sein geringer Autoausstoss macht die Wolfsburger nicht zur Nummer 1. Also arbeitet man mit Tricks: man macht unabhängige Händler zur konzerneigenen Verkaufsagentur. Dadurch wächst der konsolidierte Umsatz, ohne dass man eine Karosse mehr verkaufen muss. Typisch VW, klotzen, beim Umsatz, wen interessiert dort eigentlich der Ertrag?

Thomas.W

31.07.2012, 23:59 Uhr

@Mugen
Welch ein inkompetenter Kommentar .
Sie scheinen argumentlos irgendeinen Schwachsinn verzapfen zu möchten.
VW- Propaganda das der eigene Konzern gerade mal 7% der Produkte im Inland an Endkunden selber vertreibt? Etwas weit hergeholt würde ich sagen!

Und das weltweit imagegeprägte Traditionsmarken wie BMW und Mercedes, welche an dem allgemein durchgehend wachsenden Markt von Luxusgütern in 10 bis 15 Jahren pleite gehen sollten, ist im besten Falle als geistiger Dünschiss zu betrachten.

Liebe und in deutsche Wertarbeit vertraunde Grüße aus NRW

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