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14.04.2015

11:06 Uhr

Volkswagen

Die Marke VW steckt im Minus fest

Volkswagen kämpft bei den Verkäufen seiner zentralen Pkw-Marke. Sie meldet mit Rückgängen im März nunmehr den sechsten Monat in Folge ein Minus. Russland und Brasilien brechen ein - und auch China schwächelt.

Konkurrenz holt auf

Wo Volkswagen schwächelt

Konkurrenz holt auf: Wo Volkswagen schwächelt

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WolfsburgDie Pkw-Kernmarke des Volkswagen-Konzerns verliert nach ihrer Rekordjagd im Vorjahr spürbar an Tempo. Mit einem erneuten Rückgang der Verkäufe auch im März steckt die Marke mit Modellen wie Golf oder Passat nun schon ein halbes Jahr im Rückwärtsgang. Im März ließen die Auslieferungen im Vergleich zum entsprechenden Monat des Vorjahres um 0,9 Prozent nach und erreichten damit 558 600 Fahrzeuge (März 2014: 563 600), wie die Wolfsburger am Dienstag mitteilten.

„Das Auslieferungsergebnis unserer Kernmarke Volkswagen Pkw wurde auch im März von den anspruchsvollen Bedingungen der Märkte in Südamerika, allen voran Brasilien, sowie vom Markt Russland beeinflusst“, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler.

Für das erste Quartal des laufenden Jahres liegt der Rückstand zum Wert des ersten Jahresviertels 2014 bei 1,3 Prozent. Damit scheint es immer offensichtlicher, dass die Kernmarke einen vorläufigen Höhepunkt ihres Wachstums erreicht. VW-Pkw hatte vergangenes Jahr weltweit 6,12 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert und damit erstmals die Sechs-Millionen-Marke geknackt. Seit 2004 hat die Marke damit ihre Auslieferungen verdoppelt. Doch schon zum letzten Quartal des vergangenen Jahres änderte sich die Lage.

Während die Marke in Europa im Startquartal um fast 2 Prozent zulegte und in Deutschland sogar gut 8 Prozent draufsattelte, halbierten sich die Werte in Russland (minus 47,2 Prozent). Dort reduziert der Konzern schon die Schichten, weil die Fabriken kaum ausgelastet sind.

Volkswagen in Zahlen

Umsatz

108,8 Milliarden Euro im 1. Halbjahr 2015 (+10,1 Prozent)

Auslieferungen an Kunden

5,039 Millionen Fahrzeuge (-0,5 Prozent)

Gewinn nach Steuern

5,663 Milliarden Euro (-0,9 Prozent)

Mitarbeiter

597.800 am 30. Juni 2015 (+0,9 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2014)

Mitarbeiter im Inland

273.900 (+1,0 Prozent)

Werke

118 (Vorjahr: 106)

Mächtig ins Kontor schlägt auch, dass der gewohnte Motor China als mit Abstand wichtigster Einzelmarkt der Wolfsburger per März 0,6 Prozent verlor. Zuvor hatte er lange Zeit stets zweistellig zugelegt, bis dann zum Jahresende 2014 auch dort der Wechsel einsetzte.

Auf Südamerikas wichtigstem Einzelmarkt Brasilien brachte das erste Quartal 18 Prozent Einbruch. Die Pkw-Marke macht den halben Umsatz des gesamten Dax-Konzerns aus. Der Absatz mit Golf, Passat, Polo und Co. ist das Herz des insgesamt zwölf Marken zählenden Konzerns.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Jürgen Dannenberg

14.04.2015, 11:25 Uhr

VW ist einfach zu groß. Man stelle sich nur vor, Wolfsburg würde das selbe Schicksal erleiden wie Detroit. Da müssen schon andere Strukturen her. Mit oder ohne den bei denn Pensionären.

Herr peter Spirat

14.04.2015, 12:22 Uhr

Als wir vor ein paar Tagen mit größtem Entsetzen davon erfuhren, dass sich VW n un auch off. immer mehr aus Rußland (LKW) zurück zieht, habe ich echt gedacht, dass Wiko wohl etwas zu viel Ami-Bier getrunken haben muss.

Es kann doch wohl nicht angehen, dass so viel Inkompetenz die weltweite Nummer-2 gegen die Wand fährt. Hochprofis, wie Schröder / Schmidt haben immer wieder hervorgehoben, wie wichtig Russland für uns ist. Aber Wiko hat selbst dort mal wieder nicht zugehört und zieht sich dort zurück.

Aber offensichtlich war das wohl nur die Spitze vom Eisberg.

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