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31.05.2016

20:31 Uhr

Volkswagen

Erst 50.000 manipulierte Dieselautos in Europa repariert

Volkswagen hat bislang erst rund 50.000 manipulierte Dieselautos in Europa repariert. Das teilte Vertriebschef Fred Kappler am Dienstag mit. VW muss in Europa insgesamt 8,5 Millionen Autos nachrüsten.

Der Konzern rechnet damit, dass der Großteil der Rückrufe bis zum Jahresende abgeschlossen wird. Reuters

Volkswagen

Der Konzern rechnet damit, dass der Großteil der Rückrufe bis zum Jahresende abgeschlossen wird.

HamburgVolkswagen kommt bei der Reparatur der manipulierten Dieselautos in Europa kaum voran. Bis jetzt seien erst rund 50.000 Fahrzeuge überarbeitet worden, sagte Vertriebschef Fred Kappler am Dienstag bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. Der Konzern muss in Europa bei insgesamt 8,5 Millionen Autos eine neue Software aufspielen und bei einem Teil der Wagen auch ein zusätzliches Teil einbauen, um die Abgasvorschriften einzuhalten. Vor allem der Rückruf des Mittelklassemodells Passat verzögert sich, weil das Kraftfahrt-Bundesamt noch keine Freigabe erteilt hat. Deshalb hat VW die Reparatur des Golf vorgezogen.

Kappler sagte, er rechne weiter damit, dass der Großteil der Rückrufe bis zum Jahresende abgeschlossen werde. Das Kraftfahrt-Bundesamt werde voraussichtlich in den kommenden Wochen grünes Licht für den Passat-Rückruf geben. In den USA verhandelt VW noch mit den Behörden über die Reparatur der betroffenen Fahrzeuge. Dort wird eine Einigung bis zum 21. Juni erwartet.

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Das erste Quartal 2016 lief gut für VW. Erstmals seit dem Abgas-Skandal schreibt der Konzern wieder schwarze Zahlen. Doch auch mit einem Gewinn ist VW nicht über den Berg. Ein Kommentar.

Vor allem wegen der Folgen der Abgasmanipulationen traut das Management der Hauptmarke VW das Ziel einer Umsatzrendite von sechs Prozent vorerst nicht mehr zu. Die Richtschnur sei zwar im Grundsatz richtig, sagte Finanzvorstand Frank Witter anlässlich der Präsentation der Quartalsbilanz des Konzerns. Angesichts der Dieselaffäre wäre es jedoch unrealistisch anzunehmen, VW könne dies wie geplant bis 2018 schaffen. Am Ziel einer Marge von mindestens zwei Prozent für das laufende Jahr halte man fest, auch wenn es nicht einfach werde, dies zu erreichen.

Witter sagte, die Situation bei der Marke VW habe für das Management oberste Priorität. Man tue alles, um die Profitabilität zu steigern. Die Marke VW, die neben der Lasten durch die Abgasmanipulation auch die Kosten für den Umbau schultern muss, war nach dem Verlust im Schlussquartal 2015 zu Jahresbeginn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Mit 73 Millionen Euro war der Gewinn zu Jahresbeginn jedoch marginal, die Rendite lag bei 0,3 Prozent.

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Witter sagte, das Auftaktquartal bilde für die Kernmarke VW in diesem Jahr einen Tiefpunkt, von dem es schrittweise aufwärts gehen solle. Dazu will VW-Markenchef Herbert Diess die Umsetzung des laufenden Sparprogramms beschleunigen. Unter dem früheren Konzernchef Martin Winterkorn, der in Personalunion auch VW geführt hatte, hatten die Einsparungen bis 2017 auf jährlich fünf Milliarden Euro gesteigert werden sollen.

Mit dem früheren BMW-Manager Diess hat VW nun einen eigenen Chef. Er baut VW derzeit um. Die Marke soll flexibler und die Entscheidungen beschleunigt werden. Arbeiteten die Abteilungen für Entwicklung, Produktion und Vertrieb früher weitgehend getrennt, ordnet Diess diese nun den einzelnen Baureihen vom Polo über den Golf bis zum Passat unter.

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Von

rtr

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