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13.04.2015

08:00 Uhr

Volkswagen-Führungsstreit

Piëch und Winterkorn treffen sich

VonChristian Schnell

Nach dem der Machtkampf im VW-Konzern offen ausgebrochen ist, sollen nun Gespräche folgen. Nach Handelsblatt-Informationen treffen sich Piëch und Winterkorn. Betriebsratschef Osterloh ruft zur Beilegung des Streits auf.

In den kommenden Tagen soll es ein Treffen geben. dapd

Piëch (l.) und Winterkorn

In den kommenden Tagen soll es ein Treffen geben.

FrankfurtVolkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Vorstandschef Martin Winterkorn setzen sich an einen Tisch. Nach Handelsblatt-Informationen soll es in den kommenden Tagen ein Treffen zwischen den beiden mächtigen Managern geben. Dabei soll es auch um die Aussagen von Piëch gehen.

Am Freitag hatte Piëch mit dem Satz „Ich bin auf Distanz zu Winterkorn“ für Aufregung im Volkswagen-Konzern gesorgt. Zuvor galt es als ausgemachte Sache, dass Winterkorn nach dem Ende seines Vertrages als Vorstandschef im Jahr 2016 Piëch auf dem Posten des obersten Aufsehers beerben würde. Das scheint nach aktuellem Stand kaum mehr denkbar.

Neben dem Gespräch von Piëch und Winterkorn ist in den kommenden Tagen zudem ein Treffen der Familien Piëch und Porsche geplant. VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche hatte am Sonntag Piëchs Machtspiele kritisiert. Er ist ein Cousin Piëchs und zugleich Aufsichtsratschef der Porsche SE, die mit 51 Prozent die Mehrheit an Volkswagen hält. Der nächste gemeinsame öffentliche Auftritt von Piëch und Porsche dürfte die VW-Hauptversammlung am 5. Mai in Hannover werden.

Bernd Osterloh, der mächtige Betriebsratschef von Volkswagen und ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrats, rief zur Beilegung des Führungsstreits auf. „Wir plädieren dafür, dass wir uns nun wieder dem Unternehmen und seinen 600.000 Beschäftigten zuwenden und weiter am Erfolg arbeiten, statt Debatten zu führen, die nur die Zeitungsseiten füllen“, sagte er im Handelsblatt (Montagsausgabe). Osterloh fügte hinzu: „Mit uns wird es keine weiteren Diskussionen über Personen und Funktionen geben“.

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Kommentare (5)

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Herr Vittorio Queri

13.04.2015, 09:26 Uhr

>>Piëch und Winterkorn treffen sich >>

Winterkorn hat bei VW versagt.

Als Bonijäger hat er in den letzten Jahren falsche Akzente gesetzt, die VW demnächst sehr teuer zu stehen kommen.

Die Märkte in USA, Lateinamerika und Europa sind sträflich vernachlässigt worden.

Statt dessen war man von China geblendet, dort unnütze Fabriken errichtet und einen Know-How-Transfer vollzogen.

Und die Sanktionen gegen Rusdsland hätte VW NICHT hinnehmen sollen. Denn dort stand und steht für den Konzern auch sehr viel auf dem Spiel.

Alles in allem hat Winterkorn nur sein Millionengehalt verfolgt, als in der Weltgeschichte mit offenen Augen herumzulaufen.

Und Loser müssen weg........---> Industrie ist eben keine Politik.

Herr Jürgen Dannenberg

13.04.2015, 09:34 Uhr

Machtkampf ist gut, es geht um die Weichenstellung des VW Konzern für die nächste Dekade. Was meinen die den wenn VW einen Hustenanfall bekommen würden Dann würde bestimmt nicht nur Niedersachsen beben.

Herr peter Spirat

13.04.2015, 09:38 Uhr

Mich wundert es auch, warum Herr Dr. Piech das alles so lange hingenommen hat.

Aber die Krönung war es dann aber echt, als sich selbst noch die Volkswagen-LKW Sparte verstärkt aus Russland zurück gezogen hat. Man fragt mich echt, was Wiko sich dabei gedacht hat. Ist er denn echt schon zum ami-Liebchen verkommen.

In Amerika nix raffen, aber den Ami blind folgen. So ein loser muss weg. Je schneller um so besser.

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