Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.11.2015

10:52 Uhr

Volkswagen-Hauptaktionär

Dieselaffäre drückt auf Gewinn der Porsche SE

Der Dieselskandal lastet schwer auf der Porsche SE. Der VW-Hauptaktionär hat bis Ende September den Konzerngewinn aus seiner Beteiligung am Autobauer mehr als halbiert. Das Ergebnis sank auf 1,19 Milliarden Euro.

Der Hauptaktionär von VW bekommt die Dieselaffäre zu spüren. dpa

Porsche SE

Der Hauptaktionär von VW bekommt die Dieselaffäre zu spüren.

StuttgartDer Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen hat auch den Gewinn der Dachgesellschaft Porsche SE belastet. Von Januar bis September ging der Gewinn nach Steuern auf 1,19 Milliarden Euro zurück nach 2,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Porsche SE am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Das Ergebnis sei maßgeblich durch die bei Volkswagen angefallenen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Dieselthematik belastet worden.

Die VW-Dachgesellschaft Porsche SE hatte bereits mitgeteilt, dass sie wegen des Diesel-Skandals mit deutlich weniger Gewinn rechnet als im Vorjahr. Geplant ist ein Nachsteuergewinn zwischen 800 Millionen Euro und 1,8 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Porsche SE nach Steuern noch drei Milliarden Euro Gewinn gemacht und hatte ursprünglich mit einem Nachsteuergewinn von 2,8 bis 3,8 Milliarden Euro gerechnet.

Volkswagen: EU setzt Frist für Details in Abgas-Affäre

Volkswagen

EU setzt Frist für Details in Abgas-Affäre

Die EU setzt Volkswagen in der Abgas-Affäre scheinbar ein Ultimatum: Offenbar muss der Konzern innerhalb von zehn Tagen Details im CO2-Skandal offenlegen. Der Druck auf das Unternehmen wächst von allen Seiten.

Die Holding war einst gegründet worden, um den Volkswagenkonzern zu übernehmen. Sie hält die Mehrheit an VW und verdient fast ausschließlich an dieser Beteiligung. Im September SE hatte Porsche den Anteil von Suzuki an Volkswagen übernommen und hält nun 52,2 Prozent der Stammaktien und 32,4 Prozent des Kapitals an Volkswagen. Das operative Geschäft des Sportwagenbauers ist inzwischen eine 100-prozentige Tochter von VW.

Große Rückrufaktionen der Autobranche

Millionen betroffen

Immer wieder müssen Autohersteller Wagen in die Werkstätten beordern. In der Abgas-Affäre steht Volkswagen mit insgesamt elf Millionen betroffenen Autos vor einer der größten Aktionen der vergangenen Jahre. Beispiele für große Rückrufe.

Oktober 2015

In der Diesel-Affäre ordnet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einen verpflichtenden Rückruf für 2,4 Millionen Volkswagen-Fahrzeuge in Deutschland an.

September 2015

Fiat Chrysler muss in Nordamerika gut 1,7 Millionen Fahrzeuge wegen technischer Mängel in die Werkstätten beordern. Die Gründe sind Fehler am Lenkrad und Probleme mit Airbags.

August 2015

Wegen Airbag-Problemen ruft Volkswagen in den USA 420 000 Autos zurück. Schwierigkeiten mit einer Feder am Lenkrad könnten dazu führen, dass der Airbag bei einem Unfall nicht auslöst.

Juli 2015

Chrysler ruft in den USA 1,4 Millionen Wagen wegen einer Sicherheitslücke zurück, die zwei Hacker aufgedeckt hatten. Durch fehlerhafte Software könnten Autos aus der Ferne manipuliert werden.

Mai 2015

Der japanische Airbag-Hersteller Takata muss Gefahren bei insgesamt 19,2 Millionen Autos zugeben und läutet damit die bis dahin größte Rückrufaktion der US-Autoindustrie ein.

April 2015

Der japanische Kleinwagen-Spezialist Suzuki Motor ruft rund zwei Millionen Autos in die Werkstätten zurück, die meisten davon in Japan. Grund sind mögliche Defekte bei Zündschlössern.

März 2014

General Motors weitet die Rückrufaktion wegen Problemen an Zündschlössern aus. Betroffen sind mittlerweile rund 2,6 Millionen Fahrzeuge. Sie wurden meist in den USA und Kanada verkauft. Der Konzern muss sich für mindestens 13 Tote und 31 Unfälle verantworten.

November 2013

Volkswagen holt über 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten. Weltweit gibt es Qualitätsprobleme. Im selben Monat treten wegen diverser Rückrufaktionen des südkoreanischen Autobauers Hyundai drei Manager dieses Unternehmens zurück.

Juni 2013

Chrysler startet einen massenhaften Rückruf in den USA. Die Verkehrssicherheitsbehörde hatte gefordert, 2,7 Millionen ältere Jeep Grand Cherokee und Jeep Liberty zu prüfen - Tanks könnten bersten, wenn die Geländewagen gerammt würden.

Oktober 2012

Fast 7,5 Millionen Autos weltweit ruft Toyota wegen Problemen mit elektrischen Fensterhebern zurück.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×