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13.09.2011

14:08 Uhr

Volkswagen

Hinter der glänzenden Fassade bröckelt es

VonTino Andresen

Jahrelang hat VW-Patriarch Piëch Angst und Schrecken bei der Konkurrenz verbreitet. Doch angesichts der Probleme des Konzerns präsentiert er sich auf der IAA leise – und ohne den gewohnten Übernahmehunger.

Ferdinand Piech und seine Frau Ursula bei der Volkswagen Group Night unter dem Titel "Driving Diversity" in der Ballsporthalle in Frankfurt. dpa

Ferdinand Piech und seine Frau Ursula bei der Volkswagen Group Night unter dem Titel "Driving Diversity" in der Ballsporthalle in Frankfurt.

FrankfurtBei den großen Automessen gibt Volkswagen mit seinem Konzernabend noch vor Beginn der Pressetage den inoffiziellen Startschuss. In der Regel ist das auch der große Auftritt von VW-Patriarch und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch. Am Montagabend um 19.22 Uhr betritt er die Ballsporthalle in Frankfurt. Neben ihm nehmen auf der einen Seite seine Frau Ursula Platz und auf der anderen Seite David McAllister (CDU). Der niedersächsische Ministerpräsident vertritt das Land als einen der Hauptaktionäre des Konzerns.

Bis das Heimspiel mit einer Produktschau beginnt, muss sich Piëch fast noch eine Stunde gedulden – so groß ist der Andrang mit fast 2.500 Gästen. In der Vergangenheit hatte der Aufsichtsratschef auf derartigen Veranstaltungen oft für Furore gesorgt, indem er Interesse an anderen Marken bekundete, etwa an der Fiat-Tochter Alfa Romeo.

Doch diesmal sagt er nur knapp: „Wir sind groß genug.“

Mit seinen Ankündigungen hat der Patriarch in der Vergangenheit häufig Angst und Schrecken verbreitet. Davon kann etwa Wendelin Wiedeking ein Lied singen. Den ehemaligen Porsche-Chef hatte Piëch öffentlich demontiert.

Zwar strotzt Volkswagen derzeit vor Kraft, hat in den ersten acht Monaten des Jahres 5,4 Millionen Autos verkauft und will im Gesamtjahr die Acht-Millionen-Euro-Grenze knacken. Und Konzernchef Martin Winterkorn sagt: „Volkswagen ist so robust wie nie.“

Kommentare (2)

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LeCar

13.09.2011, 15:18 Uhr

Na sowas - tatsächlich mal keine (echte) Hurra-Propaganda nach dem Motto "Jetzt werden wir Weltmeister". Es ist/war nur eine Frage der Zeit bis es ein böses Erwachen gibt von den Großmachtsphantasien des feinen Herrn Piechs und Konsorten. Mit der peinlichen Suzuki-Niederlage ist der Indische Markt verloren und spätestens wenn China crasht ist es mit der deutschen Automobil-Herrlichkeit nachhaltig vorbei.

MarkusM

13.09.2011, 15:42 Uhr

Ich finde die Überschrift: "Hinter der glänzenden Fassade bröckelt es" für völlig übertrieben. Es ist doch klar, das in einem so großen Konzern auch mal irgendwas nicht rund läuft. Die angeführten Probleme mit Porsche, MAN und Suzuki sind aber geradezu lächerlich, wenn man sich mal andere Unternehmen anschaut.

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