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13.01.2007

13:17 Uhr

Volkswagen

Millionen-Abfindung für Bernhard

Der Umbau der Führungsriege wird für den Volkswagen-Konzern offenbar teuer. Berichten zufolge erhält der scheidende VW-Markenchef Wolfgang Bernhard eine Abfindung in Höhe von sechs Millionen Euro. Und auch der Abgang von Ex-Chef Bernd Pischetsrieder kostet.

Wolfgang Bernhard lässt sich seinen Abgang vergolden. Foto: dpa Quelle: dpa

Wolfgang Bernhard lässt sich seinen Abgang vergolden. Foto: dpa

HB HAMBURG. An den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder muss der VW-Konzern demnach noch bis 2012 ein Jahresgehalt von mehr als zwei Millionen Euro überweisen, nachdem dieser noch im Mai 2005 einen neuen Fünfjahresvertrag erhalten hatte, wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet.

Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch solle dagegen weiter auf seinem Posten bleiben und einen neuen Dreijahresvertrag erhalten. Eine Konzernsprecherin wollte die Meldung nicht kommentieren. Nach Informationen der „Automobilwoche“ will Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auch dann einen weiteren Sitz für sein Unternehmen im VW-Aufsichtsrat, wenn Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in dem Gremium bleibt. Wiedeking wünsche sich für Porsche mindestens einen dritten Sitz, den von Piëch hinzugerechnet also vier, berichtete das Blatt. Porsche ist vor dem Land Niedersachsen größter Einzelaktionär von Volkswagen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist Porsche-Großaktionär, worin Kritiker einen Interessenkonflikt sehen.

Weiter berichtete die „Automobilwoche“, die Neuordnung im Konzern- und Markenvorstand habe unter Führungskräften massive Unruhe ausgelöst. Mit Enttäuschung sei vor allem die von VW-Chef Martin Winterkorn getroffene Entscheidung aufgenommen worden, das neue Konzernressort Vertrieb zunächst nicht intern zu besetzen. Hoffnungen auf den Posten hatten sich laut „Automobilwoche“ vor allem VW-Markenvertriebschef Michael Kern und der VW-Generalbevollmächtigte Stefan Jacoby gemacht. „Der Umgang mit diesem bedeutsamen Vorstandsposten ist eine Ohrfeige für die Topmanager des VW-Vertriebs“, zitierte die „Automobilwoche“ eine namentlich nicht genannte Führungskraft. VW wollte zu dem Bericht keine Stellungnahme abgeben.

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