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13.09.2011

00:21 Uhr

Volkswagen

Partnerschaft mit Suzuki soll gerettet werden

VW will den Streit mit Suzuki nicht weiter eskalieren lassen. In Verhandlungen mit Suzuki soll nach einer Einigung gesucht werden. Suzuki hatte um die Eigenständigkeit gefürchtet und hatte die Kooperation gekündigt.

Die Logos von VW und Suzuki. VW will an der Partnerschaft mit den Japanern festhalten. dapd

Die Logos von VW und Suzuki. VW will an der Partnerschaft mit den Japanern festhalten.

FrankfurtVolkswagen bemüht sich nach den von Suzuki geäußerten Trennungsabsichten um eine Rettung der Partnerschaft. Das gesamte Management einschließlich des mächtigen VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech war am Montagabend im Vorfeld der wichtigen Automesse IAA in Frankfurt bemüht, eine weitere Eskalation des Streits mit den Japanern zu verhindern.

Konzernchef Martin Winterkorn sagte im Anschluss an eine Präsentation von neuen Automodellen des Wolfsburger Konzerns - darunter dem Kleinwagen Up! - man befinde sich „in schwierigen Verhandlungen“ mit Suzuki. Daher wolle er sich zunächst nicht öffentlich zu dem Thema äußern. Ähnlich zugeknöpft gab sich Piech. Der japanische Kleinwagen- und Motorradspezialist hatte zuvor die vor knapp zwei Jahren mit Europas größtem Autobauer eingegangene Allianz aufgekündigt, weil er um seine Eigenständigkeit fürchtet.

Suzuki-Chef Osamu Suzuki bot den Wolfsburgern an, die von VW gehaltenen Aktien zurückzukaufen. Der japanische Konzern wolle technische Neuentwicklungen künftig alleine vorantreiben. Volkswagen hatte die Japaner am Wochenende des Vertragsbruchs bezichtigt und damit den seit Monaten schwelenden Konflikt eskaliert. Suzuki habe unzulässigerweise Dieselmotoren von Fiat bezogen. Der deutsche Konzern setzte seinem Partner daraufhin die Pistole auf die Brust und räumte ihm eine mehrwöchige Frist ein, um „diesen Sachverhalt zu korrigieren“.

Auch VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch sandte Friedenssignale an Suzuki: Der deutsche Konzern habe seinen Standpunkt deutlich gemacht. Nun hätten die Japaner einige Woche Zeit, „dann werden wir sehen wie es weitergeht“. VW gehe davon aus, dass man sich einigen werde. „Wir beschäftigen uns jetzt nicht mit irgendwelchen Alternativszenarien“, antwortete Pötsch auf die Frage, ob VW den Verkauf seiner Beteiligung von knapp 20 Prozent an Suzuki erwäge.

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