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24.07.2014

13:00 Uhr

Volkswagen-Rivale

Hyundai-Gewinn bricht ein

Dort bauen, wo die Kunden leben: Hyundai will mehr Fabriken im Ausland öffnen. Damit umgeht der südkoreanische Autobauer das Wechselkursrisiko: Der starke Won verteuert die Produkte im Ausland.

Eine Hyundai Fabrik im südkoreanischen Dangjin: Aktuelle Zahlen alarmieren den Autobauer. Reuters

Eine Hyundai Fabrik im südkoreanischen Dangjin: Aktuelle Zahlen alarmieren den Autobauer.

SeoulDer südkoreanische Autobauer Hyundai hat nach einem Gewinnrückgang angekündigt, vermehrt Autos im Ausland zu bauen. Hintergrund ist der hohe Kurs der Landeswährung Won, der die Fahrzeuge des weltweiten Branchenfünften auf ausländischen Märkten verteuert und damit den Absatz dämpft. „Wir planen, die Produktion in den Märkten auszuweiten, in denen Nachfrage besteht“, sagte Finanzchef Lee Won Hee am Donnerstag.

Damit vollzieht der Volkswagen-Rivale einen Kurswechsel. Der Konzern, zu dem auch die Marke Kia gehört, hatte sich in den letzten beiden Jahren vor allem auf die Steigerung der Qualität anstatt den Ausbau der Produktion konzentriert.

Den Schwenk angedeutet hatte Hyundai bereits im März, als das Unternehmen ein neues Werk für China angekündigt hatte. Damit sollte der Anteil am weltgrößten Automarkt stabil bei zehn Prozent gehalten werden. Auch im zweiten Quartal lief es in der Volksrepublik gut. Hyundai verkaufte elf Prozent mehr Autos.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Negativ zu Buche schlugen dagegen die Aufwertung des Won und hohe Rabatte in den USA, mit denen Hyundai dort ältere Modelle loswerden wollte. Im Konzern fiel der Überschuss im Zeitraum von April bis Juni um knapp sieben Prozent auf umgerechnet 1,62 Milliarden Euro. Damit wurden die Analystenerwartungen verfehlt.

Von

rtr

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