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20.01.2016

17:12 Uhr

Volkswagen und Dieselgate

VW-Rückruf startet Ende nächster Woche

Für den Start der Rückrufe im Abgas-Skandal hatte VW bisher nur die Kalenderwoche genannt. Nun präzisiert das Unternehmen seine Pläne. Der Konzern baut sich derweil weiter um und will profitabler werden.

Fabrikneue VW auf einem Transportzug: Die erste Rückruf-Welle beinhaltet den Pick-Up Amarok und den Passat. dpa

VW-Werk Zwickau

Fabrikneue VW auf einem Transportzug: Die erste Rückruf-Welle beinhaltet den Pick-Up Amarok und den Passat.

WolfsburgDie ersten im VW-Abgas-Skandal betroffenen Autofahrer könnten noch Ende Januar zu Nachbesserungen in der Werkstatt fahren. Laut Volkswagen wird der Rückruf in der Abgas-Affäre mit den rund 2,4 Millionen Dieseln aus dem VW-Konzern hierzulande voraussichtlich Ende nächster Woche starten. Das sagte ein VW-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage.

Die erste Welle beinhalte den Pick-Up Amarok aus dem Hause VW-Nutzfahrzeuge sowie den VW-Passat – jedoch nicht alle betroffenen Wagen dieser Modellreihen, sondern nur Teile. Details waren unklar.

CO2-Schummeleien bei VW: Wer prüfte wen?

VW

TÜV Nord GmbH, Deutschland

Porsche

TÜV Nord GmbH, Deutschland (Abgas) und Luxemburg (Gesamtfahrzeug)

Audi

ATE EL s.a.r.l., Luxemburg

Seat

INTA, Madrid und IDIADA, Madrid, Spanien

Skoda

TÜV Süd Autoservice GmbH und Vehicle Certification Agency, Bristol, Großbritannien

Als Lehre aus dem beispiellosen Diesel-Dilemma um weltweit rund elf Millionen Wagen baut der Konzern derweil intern weiter kräftig die Strukturen um. Eine neue Aufteilung für die Pkw-Kernmarke gab VW am Mittwoch bekannt. Sie soll auch helfen, Fehler künftig zu erschweren.

Zum Rückruf sagte der Sprecher: „Wir liegen genau im Zeitplan.“ Den Ablauf gebe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) schrittweise frei. Das hänge an den einzelnen technischen Lösungen für die vielen Hundert Varianten, die sich mit den verschiedenen Motorgrößen, Modellreihen, Baujahren und Getriebearten ergeben. Daher kämen die Halteradressen aus dem KBA nur nach und nach. Zu der weiteren Abfolge und der Frage, wann zum Beispiel Deutschlands meistverkaufter Pkw VW-Golf erstmals an die Reihe kommt, konnte der VW-Sprecher noch keine Angaben machen.

VW hatte bisher die Kalenderwoche vier als Start für die Rückrufe im Abgas-Skandal genannt. Das präzisierte der Sprecher nun weiter: Es deute aktuell alles darauf hin, dass Donnerstag oder Freitag (28. oder 29. Januar) die ersten Wagen in die Werkstätten rollen könnten. Die dazugehörigen Halter dürften in den nächsten Tagen Post bekommen. VW rechne mit dem Eingang der Adressen für Ende dieser Woche.

Bei dem Rückruf soll für Motoren mit 1,2 Litern und 2,0 Litern Hubraum nur eine Software-Änderung nötig sein. Bei 1,6-Liter-Modellen soll zusätzlich ein Bauteil eingesetzt werden. Aus allen Wagen muss eine Software entfernt werden, die Abgaswerte manipuliert.

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