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24.07.2015

11:16 Uhr

Volkswagen unter Druck

China-Flaute könnte VW eine Milliarde Gewinn kosten

China ist für Volkswagen mittlerweile der wichtigste Markt. Doch ausgerechnet dort ist die Nachfrage so schwach, dass es den Automobilkonzern laut einem Medienbericht eine Milliarde Euro seines Gewinns kosten könnte.

Der Absatz von VW in China geht zurück, das kann den Konzern viel Geld kosten. dpa

Volkswagen in China

Der Absatz von VW in China geht zurück, das kann den Konzern viel Geld kosten.

StuttgartDie schwächere Autonachfrage in China könnte Volkswagen einem Medienbericht zufolge einen Gewinnrückgang von mehr als einer Milliarde Euro einbrocken. Die Rendite im weltweit größten Automarkt liege bereits jetzt rund ein Viertel unter dem Vorjahresniveau, berichtete das „Manager Magazin“ am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise.

Sollte der Absatz in China so niedrig bleiben wie im Juni, könne sich der Gewinnrückgang bis zum Jahresende auf zwei Milliarden Euro belaufen. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht mit Verweis auf die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am Mittwoch nicht kommentieren.

China ist für Volkswagen mit einem Absatzanteil von 40 Prozent inzwischen der wichtigste Markt. Im ersten Halbjahr sank der Absatz des Konzerns um rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Kernmarke Volkswagen belief sich das Minus in den ersten sechs Monaten auf 6,7 Prozent. Das jahrelang rasante Wachstum des chinesischen Marktes hat sich zuletzt stark abgekühlt. Die Käufer sind zurückhaltender geworden, denn die Wirtschaft wächst langsamer und der jüngste Börsencrash kostete die Privatanleger Geld.

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Quelle: dpa

Volumen

Die Kernmarke VW-Pkw steht für rund jedes zweite verkaufte Auto im Konzern und produziert Modelle vom Kleinstwagen Up bis zum luxuriösen Phaeton. Sie könnte mit der tschechischen Pkw-Tochter Skoda und der spanischen Marke Seat eine Familie für den Massenmarkt bilden. Das Trio kam zuletzt auf rund 75 Prozent vom Konzernabsatz.

Premium

Dafür steht im VW-Konzern vor allem Audi. Die Ingolstädter setzten 2014 rund 1,45 Millionen Wagen ab. Zu Audi zählen auch die Edelmarke Lamborghini, die 2014 aber nur 2650 Fahrzeuge produzierte, und die Motorräder von Ducati (Jahresproduktion gut 45.000 Stück).

Sport und Luxus

Das ist im Konzern vor allem Porsche. Die Schwaben setzten 2014 rund 190 000 Wagen ab. Zusammen mit Audi fuhr Porsche zuletzt zwei Drittel des Konzern-Betriebsgewinns ein. Zu den Schwaben könnte sich die Luxuswagenschmiede Bentley gesellen, Hoflieferant des britischen Königshauses. Die 2014 rund 11.000 abgesetzten Wagen sind konzernweit zwar kaum zu sehen. Doch Bentley treibt Trends wie den Leichtbau voran, was auch Porsche macht. Hinzu kommen könnte Bugatti, wo 2014 zwar nur 45 Autos verkauft wurden. Jedoch baut Bugatti das Spitzenprodukt im Konzern: Der Supersportler Veyron fährt Tempo 432.

Schwere Nutzfahrzeuge

Das sind bei Volkswagen MAN und Scania. Beide Marken formen künftig in einer eigenständigen Holding eine gemeinsame Organisationseinheit – nehmen die Familienbildung also schon voraus.

Der Rest

Übrig blieben die VW-Nutzfahrzeuge (VWN), die im leichten Segment der gewerblichen Nutzung etwa Kastenwagen für Handwerker bauen. VWN hat technologisch mehr Nähe zu den Pkw-Schwestern als zu MAN und Scania.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Marc Otto

24.07.2015, 11:35 Uhr

Wico, oh wico, wie tief ist Volkswagen mit dir nur gesunken.

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