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17.02.2013

12:53 Uhr

Volkswagen

Winterkorn soll 14 Millionen Euro bekommen

Sein Gehalt ist hoch, aber nicht so hoch wie ursprünglich gedacht: Nach den bisher geltenden Regeln würde VW-Chef Winterkorn rund 20 Millionen Euro für 2012 einstreichen. Doch nur werden es wohl sechs Millionen weniger.

Martin Winterkorn kann sich über eine üppige Vergütung freuen. dpa

Martin Winterkorn kann sich über eine üppige Vergütung freuen.

FrankfurtVW-Chef Martin Winterkorn soll einem Pressebericht zufolge für das Jahr 2012 insgesamt rund 14 Millionen Euro bekommen. Darauf habe sich das Präsidium des VW-Aufsichtsrats geeinigt, berichtet der "Spiegel". Ein VW-Sprecher wollte sich am Sonntag nicht zu dem Bericht äußern.

Der Vorstand arbeitet derzeit an einem neuen Regelwerk für das Vergütungssystem des Managements, das an Absatz und Rendite des Unternehmens gekoppelt ist. Darüber soll der Aufsichtsrat Unternehmenskreisen zufolge im Rahmen der Beratungen über die Bilanz für das abgelaufene Jahr am 22. Februar entscheiden.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Nach den bisher geltenden Regeln würde Winterkorn rund 20 Millionen Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr an Festgehalt, Boni und weiteren erfolgsabhängigen Zahlungen einstreichen. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission über gute Unternehmensführung (Corporate Governance) hatte sich für eine Begrenzung von Managementgehältern ausgesprochen, will den börsennotierten Unternehmen dabei aber keine Vorgaben geben.

Auch die Verträge der übrigen acht Konzern-Vorstände sollen laut „Spiegel“ geändert werden, so dass sie ihr Einkommen von 2011 - es lag zwischen 7,2 und 8,1 Millionen Euro - nicht mehr erreichen. Boni solle es für die Top-Manager künftig zudem nur noch geben, wenn der Konzern einen Gewinn von mindestens fünf Milliarden Euro erwirtschafte.

DGB-Chef Michael Sommer kritisierte die Bezahlung deutscher Manager zuletzt erneut als „maßlos“. „Mir kann niemand erzählen, dass innerhalb eines Unternehmens die Arbeit des Chefs 300 Mal mehr wert sein soll als die anderer Beschäftigter“, sagte Sommer der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). Es sei Zeit für mehr Transparenz. „Mehr öffentliche Aufmerksamkeit wird dazu führen, dass die Selbstbedienungsmentalität in den Führungsetagen beschränkt wird.“

Im vergangenen Jahr war eine breite Diskussion entbrannt, weil Winterkorn 2011 einschließlich Erfolgsboni 16,6 Millionen Euro verdiente. Zuzüglich einer Nachzahlung für das vorangegangene Jahr waren es rund 17,5 Millionen

Kommentare (17)

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Ronny

17.02.2013, 14:18 Uhr

Und davon hat er jeden Cent verdient. Ihn und seinen Vorgängern hat Deutschland viel zu verdanken. Ein aufsteigender deutscher Konzern mit Chancen eines Tages als Branchenprimus dazustehen, wann gab es das vorher?

Ein_Sparsamer

17.02.2013, 15:11 Uhr

"Und davon hat er jeden Cent verdient."
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Sehe ich ähnlich! Was mich regelrecht abstößt, ist diese ständige, typisch deutsche Neiddebatte, diese Mißgunst, meist von Leuten, die selber nichts auf die Reihe kriegen.
Bringt es mir selber auch nur einen einzigen Euro mehr, wenn ich Herrn Winterkorn seine Millionen neide? Nein! Also: So what!

@ Santos:
60...80 Stunden Wochenarbeitszeit sind in diesen Gefilden völlig normal. Nur hat davon der normnale Arbeitnehmer, geschweige denn Beamte, dem um halb 5 der Schraubenzieher resp. der Bleistift aus der Hand fällt, keine Ahnung. Ich bin heute selber selbstständig (wenn auch sehr klein) und war früher Entwicklungsleiter (AT), ich weiß also, wovon ich rede! Feierabend ist dann, wenn die Arbeit getan ist und keinen Moment früher!

Account gelöscht!

17.02.2013, 15:25 Uhr


ich glaube, dass 60 - 80 Stunden Wochenarbeitszeit noch weit untertrieben sind.

Fakt ist doch, dass Menschen die Verantwortung tragen und sich dessen auch bewusst sind, noch abends und am Wochenende sowieso Arbeiten; sei es an Konzepten oder der Abarbeitung während der Woche liegen gebliebener Korrespondenzen und anderen geschäftlich wichtigen Dingen.

Als verantwortungsvoller Manager geht man meistens mit den Gedanken bei der Arbeit schlafen und wacht damit wieder auf.

Was Winterkorn's Vergütung betrifft, muss man auch wissen, das die im Vorstand vertretenen Gewerkschaftsfunktionäre sowie das ebenfalls vertretene Land Niedersachsen die Höhe abgesegnet haben.

Wenn ein Herr Sommer jetzt etwas anderes zu den Höhen der Top-Manager verkündet, dann ist dies Heuchelei und reine populistische Propaganda.

Übrigens: Ich hätte gern mal gewußt, was Herr Sommer per anno verdient :))

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