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22.04.2016

10:18 Uhr

Volvo

Lkw-Bauer schraubt Prognose für Europa hoch

Volvo rechnet in Europa mit einem doppelt so starken Marktwachstum als bislang angenommen. In Nordamerika dagegen bekommt die Lkw-Branche die Marktschwäche zu spüren: Hier entwickelt sich die Nachfrage rückläufig.

Volvo vertreibt Lastwagen auch unter den Marken Renault und Mack. Reuters

Lkw-Bauer Volvo

Volvo vertreibt Lastwagen auch unter den Marken Renault und Mack.

StockholmDer Lkw-Markt in Europa und den USA entwickelt sich nach Einschätzung des schwedischen Herstellers Volvo immer weiter auseinander. In Europa laufe es für die Branche gut, sagte Volvo-Chef Martin Lundstedt am Freitag. „Die bisher hohe Nachfrage in Nordamerika geht dagegen zurück.“

Das Unternehmen aus Göteborg rechnet in Europa mit einem doppelt so starken Marktwachstum als bisher angenommen. In Nordamerika falle der Rückgang dagegen stärker aus als zunächst erwartet. Damit liegt Volvo auf der Linie des Rivalen Daimler, der von fünf Prozent Zuwachs in Europa und einem Minus von zehn Prozent in Nordamerika ausgeht.

Volvo vertreibt Lastwagen auch unter den Marken Renault und Mack. Auf den Trucks aus dem Hause Daimler steht unter anderem Mercedes und Freightliner. Die Schweden und die Deutschen konkurrieren mit den Volkswagen-Töchtern Scania und MAN. Während in Europa in vielen Speditionen alte Lkw ausgemustert und durch neue ersetzt werden, bekommt die Branche die Marktschwäche in den USA zu spüren.

Beliebteste Autoklassen bei Privatkäufern

Kompaktklasse nur noch knapp vor SUV

Wer sein Auto selbst zahlt, kauft besonders gern ein SUV. Rund jeder vierte auf eine Privatperson zugelassene Neuwagen war 2015 einer der modischen Crossover. Der Kompaktklasse – seit Jahrzehnten Spitzenreiter in der Beliebtheit – droht Rang zwei. Eine Übersicht der beliebtesten Pkw-Segmente bei privaten Neuwagenkäufern ....

Rang 6

Die Mittelklasse – im Gesamtmarkt immerhin auf Rang vier der beliebtesten Klasse – kommt bei den Privatkunden erst auf Platz sechs. Gerade mal 18,9 Prozent der Halter im Segment von VW Passat und Co. sind natürliche Personen aus Fleisch und Blut. Geringer ist die Quote nur in der oberen Mittelklasse (17,3 Prozent) und in der Oberklasse (13,8 Prozent).

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Neuwagen auf Privatpersonen zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 34,2 Prozent am Gesamtmarkt von 3,2 Millionen Pkw.

Rang 5

Vans fand 2015 genau 84.631 Privatkunden: Bei den prototypischen Familienautos hätte man vielleicht einen höheren Privatkundenanteil als mäßige 32 Prozent erwarten können. Aber für junge Familien sind die praktischen Pampers-Bomber als Neuwagen häufig zu teuer, sind die Kinder größer und die Festgeldkonten voller, fährt man häufig lieber Limousine oder SUV als einen klobigen Van.

Ein einziges Modell fällt aus dem Rahmen: der sehr günstige Dacia Lodgy (ab 9.990 Euro) mit fast 80 Prozent Privatkunden – was die oben aufgeführte These letztlich stützt.

Rang 4

Kleinstwagen mit 89.317 Privatkunden: Lediglich jeder dritte Kleinstwagenkäufer bestellt das Fahrzeug auf eigene Rechnung. Größer ist der Anteil bei den besonders preisgünstigen Modellen.

So lassen beispielsweise rund 70 Prozent der Käufer eines Suzuki Celerio (zurzeit ab 9.690 Euro, 2015 zwischenzeitlich aber auch mal unter 7.000 Euro) das Fahrzeug privat zu.

Bei teureren Lifestyle-Modellen wie dem Fiat 500 oder dem Opel Adam ist das Verhältnis umgedreht.

Rang 3

Kleinwagen, 208.053 Privatkunden: Die Kleinwagen-Klasse ist ein typisches Privatkundensegment. Als Dienstwagen-Bonbon für das mittlere Management tendenziell zu klein, als Arbeitsgerät für Pizza-Kuriere tendenziell zu groß. Resultat ist ein weit überdurchschnittlicher Privatkundenanteil von 44 Prozent.

Rang 2

SUV, mit 253.186 Privatkunden in 2015: Während die SUV im Gesamtmarkt noch knapp eine Viertelmillion Neuzulassungen hinter der Kompaktklasse liegen, haben die Crossover auf dem privaten Markt schon ziemlich aufgeholt.

Der Privatkäuferanteil von 42 Prozent ist in der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) der höchste hinter Wohnmobilen (64 Prozent) und Kleinwagen (44 Prozent).

Rang 1

Kompaktklasse (292.597 Privatkunden): Immer noch das populärste Fahrzeugsegment der Deutschen, auf dem Privatkundenmarkt aber zunehmend unter Druck (siehe Rang zwei). Rund 65 Prozent der 2015 neu zugelassenen Fahrzeuge sind auf eine Firma angemeldet.

Vor allem die deutschen Hersteller engagieren sich stark im Flottenmarkt, beim VW Golf geht nicht einmal jedes dritte Auto an eine Privatperson.

Volvo sei es gelungen, sich an den geringeren Bedarf anzupassen, sagte der ehemalige Scania-Manager Lundstedt. Durch Einsparungen konnte das Unternehmen den Gewinnrückgang besser bremsen als am Markt erwartet: Im ersten Quartal fiel das bereinigte Betriebsergebnis um drei Prozent auf umgerechnet 485 Millionen Euro. Volvo-Aktien legten im frühen Handel 2,3 Prozent zu.

Von

rtr

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