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08.10.2013

11:55 Uhr

Vor allem in Asien

Volkswagen verkauft wieder mehr Autos

Volkswagen hat im September deutlich mehr Autos seiner Stammmarke verkauft als im Vorjahr. Gerade in China hat der Autokonzern ein großes Plus verbucht. In der Heimat läuft es jedoch nicht so gut.

Arbeiter in Shanghai: Volkswagen hat seinen Auto-Absatz gerade in China gesteigert. dpa

Arbeiter in Shanghai: Volkswagen hat seinen Auto-Absatz gerade in China gesteigert.

WolfsburgEuropas größter Autobauer Volkswagen hat bei seiner Kernmarke VW-Pkw im September einen starken Verkaufsmonat erreicht. Trotz bremsender Effekte wie dem Hagelschaden an tausenden Neuwagen am Stammwerk Wolfsburg und trotz anhaltender Krisenstimmung in Europa setzte der Konzern im September weltweit 526.300 Autos mit dem VW-Logo ab - 6,8 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat.

Damit geht Volkswagens wichtige Kernmarke mit einem soliden Plus in das letzte Quartal: Von Januar bis Ende September setzten die Wolfsburger 4,36 Millionen VW-Pkw ab. Das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Autozulassungen in Deutschland (September 2013)

Gewinner 1

Land Rover legte von allen Automarken in Deutschland im September am stärksten zu: plus 38,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Marke gehört zu Jaguar Land Rover, der Autobauer wiederum zum indischen Tata-Konzern.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Gewinner 2

Jeep hat im September ein Fünftel mehr Fahrzeuge verkauft. Allerdings auf niedrigem Niveau: Gerade einmal 669 Geländewagen der Marke, die zu Fiats US-Tochter Chrysler gehört, wurden zugelassen.

Gewinner 3

Die Japaner von Mazda können sich über ein Plus von 15,1 Prozent freuen. 4162 Fahrzeuge des Autoherstellers wurden im September zugelassen.

Verlierer 1

Die größten Verluste im September muss Honda hinnehmen. Nur noch 1915 Pkw des japanischen Autohersteller wurden neu zugelassen – minus 36,1 Prozent.

Verlierer 2

Die Fiat-Marke Alfa Romeo hat kaum noch Modelle zu bieten. Entsprechend schlecht sind die Zulassungszahlen, die im September noch einmal um 35,6 Prozent abgesackt sind. Die ganzen Zahlen verdeutlichen, auf welchem Niveau sich Alfa Romea bewegt: Nur noch 291 Pkw wurden zugelassen.

Verlierer 3

Die BMW-Marke Mini ist ein großer Verlierer im September. Das Minus bei den Neuzulassungen betrug 33,8 Prozent.

VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler ließ erklären: „Volkswagen-Pkw hat sich im September trotz eines herausfordernden Umfelds gut in den Weltmärkten behauptet und vor allem in China weiter zugelegt.“ In Asiens Riesenreich stehen auf Jahressicht 18 Prozent Plus in den Büchern. Die dort verkauften 1,79 Millionen VW-Pkw machen inzwischen 41 Prozent der globalen Gesamtverkäufe aus.

Dagegen liegt der Absatz auf dem Heimatkontinent nach neun Monaten fast noch 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings zeichnet sich auch bei Volkswagen eine Stabilisierung in Europa ab: Im September pendelten sich die Auslieferungen etwa auf dem Niveau von vor einem Jahr ein. Zuletzt hatten sich die VW-Manager auch auf der Automesse IAA in Frankfurt im September recht zuversichtlich gezeigt. „Wir erwarten eine gewisse Stabilisierung in Europa und hoffen, dass der Tiefpunkt erreicht ist“, hatte Konzernchef Martin Winterkorn gesagt.

Von

dpa

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