Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.03.2014

11:37 Uhr

Vor der Schließung

Opel-Werk wählt noch einmal einen Betriebsrat

Das Ende der Fahrzeugfertigung im Bochumer Opel-Werk naht. Dennoch tritt Rainer Einenkel noch einmal an, um als Betriebsratschef wiedergewählt zu werden. Er hatte lange Zeit gegen die Schließung gekämpft.

Rainer Einenkel, hier im Mai 2012, gab den Opel-Mitarbeitern lange Zeit eine Stimme. dapd

Rainer Einenkel, hier im Mai 2012, gab den Opel-Mitarbeitern lange Zeit eine Stimme.

BochumDas vor der Schließung stehende Bochumer Opelwerk wählt am 9. April noch einmal einen Betriebsrat. Dabei tritt der bisherige Betriebsratschef Rainer Einenkel wieder zur Wahl an, wie ein Betriebsratssprecher am Dienstag bestätigte. Der 59-Jährige gelte als Favorit für den Vorsitz, hieß es aus Beschäftigtenkreisen. Der neu gewählte Betriebsrat soll bis zum Ende der Fahrzeugfertigung arbeiten.

Opel will die Autoproduktion in Bochum Ende des Jahres einstellen. Ein Warenverteilzentrum bleibt und soll auf rund 700 Jobs aufgestockt werden. Für die rund 3300 Bochumer Opelaner gibt es eine Weiterbildungsinitiative, Abfindungsangebote sowie Angebote in anderen Opel-Werken. Einenkel hatte heftig für den Standort gekämpft und Opel sogar verklagt, letztlich aber keinen Erfolg gehabt.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

11.03.2014, 13:49 Uhr

Dass der neu gewählte Betriebsrat bis zum ende der Fahrzeugproduktion arbeiten soll ist so nicht richtig! Rainer Einenkel wird ,wenn er gewählt wird mit den anderen Betriebsräten weitere 2 Jahre im Amt bleiben.erst wenn sich die Belegschaft um mind.50% reduziert,ers dann werden nach 2 Jahren neue Betriebsratwahlen angesetzt.Das würde für Rainer Einenkel bedeuten dass bei einer Werksschließung zum ende des Jahres 2014 erst anfang 2017 neu gewählt werden muß.Bis dahin bleibt er im Gegensatz zu tausenden Opelanern die in den letzten Jahren unter seinen Vorsitz abgebaut wurden und auch derer die ende des Jahren in die absehbare Arbeitslosigkeit wechseln weiter unter Lohn bei Opel bleiben.
Meiner Meinung nach hat Rainer Einenkel noch nie für seine Belegschaft gekämpft,eher im Gegenteil.Wer wie er den Tarifvertrag ablehnt ohne einen Plan B in der Tasche zu haben,der hat meiner Meinung nach grob fahrlässig mit den Arbeitsplätzen seiner Belegschaft gespielt.Ohne diese Ablehnung den alle anderen Werke ja zugestimmt haben wäre die Produktion bis ende 2016 gesichert gewesen. Daraus hätte sich dann ein dringend benötigter Zeitkoridor für weitere Verhandlungen ergeben.
Ausser sein Solidaritätsfest welches man bestimmt nicht als Kampf bezeichnen kann ist von seiner Seite überhaupt kein öffentlicher Protest wie zb. eine Mahnwache,Protest und Informationsveranstaltungen auf der Strasse oder ähnliches gemacht worden.
Wer von Kampof spricht darf damit nicht den Betriebsratwahlkampf meinen,da erwarte ich eher ein Kampf für und mit der Belegschaft,für denErhalt von Opel-Bochum.Der GBR Vorsitzende Schäfer-Klug aus Rüsselsheim ist zwar erst kurz im Amt hat da aber die wesentlich bessere Betriebsratarbeit gezeigt!
Und ausserdem bleibt es abzuwarten ob das Warenverteilzentrum in Bochum bleibt,mit den Rückzug von Chevrolet werden doch meines Wissens nach zwei Warenverteilzentrum in den Niederlanden und Ungarn frei.Warum sollte GM in Bochum investieren wenn anderswo modernere Zenteren stehen

Account gelöscht!

13.03.2014, 11:47 Uhr

Schreiben Sie doch nicht so ein dummes Zeug. Den Tarifvertrag hat nicht Herr Einenkel abgelehnt sondern die Belegschaft. Durch das Abstimmungsergebnis hat die Belgschft die vorzeitige Werkschließung zu verantworten.

Account gelöscht!

14.03.2014, 13:09 Uhr

Schlosser60, warum verbreiten Sie unter einem Pseudonym Unwahrheiten?

Herr Günther hat doch vollkommen recht. Betriebsratsvorsitzender Einenkel und seine Fraktion hatten auf die Belegschaft eingeredet wie auf einen kranken Gaul, dem Tarifvertrag nicht zuzustimmen.
Das hatte die Belegschaft gemacht im festen Glauben, dass Einenkel noch ein Ass im Ärmel hat. Aber weit gefehlt, er hatte keinen Plan B und die Belegschaft im Regen stehen lassen.

Jetzt denken Einenkel und seine Mannen nur noch daran wie sie sich mit den anstehenden Betriebsratswahlen bis ins Jahr 2016 retten können.

Dann überrascht einen auch die devote Haltung Einenkels gegenüber dem Vorstand. Wo ist der viel gerühmte Widerstand? Wo ist die brennende Ruhr, die Warnstreiks, etc? Nichts aber auch gar nichts kommt von Einenkels Seite, weder Mahnwachen, noch Warnstreiks, ja noch nicht mal ein Teelicht brennt, um auf das Sterben der Bochumer Werke hinzuweisen. Und sowas nennt sich Arbeitnehmervertreter?

Hoffentlich erkennt die Belegschaft noch im April was für ein Spiel dieser Herr mit ihr treibt.

An die Weiterführung des Warenverteilzentrums glaube ich genauso wenig wie Herr Günther. Chevrolet läuft dieses Jahr aus in Europa und hinterlässt zwei Logistikzentren, eines in Holland und das zweite in Ungarn, beide um die 20 Jahre alt. Warum sollte dann Opel für viel Geld, ca. 60 Mio. Euro, (wie kam die Zahl zustande?), das mehr als 50 Jahre alte Warenverteilzentrum in Bochum erneuern? Das macht doch keinen Sinn.

Spätestens im Frühjahr 2016 dürfte das Warenverteilzentrum in Bochum Geschichte sein, so sehe ich das und das pfeifen die Spatzen schon lange von den Dächern.

Und noch ein Wort zu Einenkel, unter seiner Ägide wurden dann bis Ende 2014 ca. 10.000 Arbeitsplätze abgebaut. Er wird als der "Schlechteste Opel Betriebsratsvorsitzende aller Zeiten" zu recht in die Opel Geschichte eingehen, weil er nur an sich und seine Kollegen dachte aber nie an die Belegschaft, denn die hatte er in die Irre geführt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×