Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2015

09:55 Uhr

Vor Konzernaufspaltung

Philips bricht der Gewinn weg

Schwere Zeiten für den Elektronikriesen Philips. Der niederländische Konzern hatte 2014 „kein gutes Jahr“, verliert mehr als die Hälfte des Gewinns. Jetzt folgt der Umbruch – doch auch das belastet den Konzern.

Umbau beim Elektronikkonzern: Philips hatte ein schlechtes Jahr – und das nächste wird kaum besser. Reuters

Umbau beim Elektronikkonzern: Philips hatte ein schlechtes Jahr – und das nächste wird kaum besser.

AmsterdamDer vor der Aufspaltung stehende niederländische Elektronikkonzern Philips hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch verbucht. Der Nettogewinn betrug 411 Millionen Euro und lag damit rund 65 Prozent niedriger als im Vorjahr, teilte Philips am Dienstag in Amsterdam mit. Auch der Umsatz ging zurück und lag bei 21,4 Milliarden Euro, etwa drei Prozent niedriger. „Wir hatten 2014 kein gutes Jahr“, erklärte Philips-Chef Frans van Houten.

Auch 2015 und im nächsten Jahr rechnet der Konzern mit weiteren Schwierigkeiten angesichts hoher Kosten für den Umbau des Konzerns. Im letzten Quartal 2014 erzielte Philips einen Nettogewinn von 134 Millionen Euro, gegenüber 412 Millionen im Vergleichszeitraum.

Kleines Fernseh-Glossar

Technologie verkauft Fernseher

Die TV-Hersteller arbeiten permanent an neuen Verfahren, um die Bildqualität weiter zu verbessern und die Funktionen zu erweitern – Technologie verkauft Geräte. Welche Schlagwörter sind derzeit angesagt?

Ultra HD (4K)

Ultra HD – oft auch als 4K bezeichnet – ist ein TV-Format mit sehr hoher Auflösung. Diese beträgt 3840 x 2160 Pixel, also 8,3 Megapixel. Das ist vier Mal so viel wie bei einem HD-Bild. Es mangelt noch an passenden Inhalten, allerdings werden herkömmliche Bilder hochgerechnet. Da die Geräte immer billiger werden, eignen sie sich langsam für den Massenmarkt.

8K

Einige Hersteller arbeiten bereits an der nächsten Generation: Nach 4K soll irgendwann 8K kommen. Die Auflösung der Bilder ist erneut um den Faktor vier höher und beträgt 33,2 Megapixel. Damit erlaubt sie noch größere Bildschirme. Allerdings sind die technischen Voraussetzungen noch mangelhaft – so gibt es kaum passende Kameras, auch an geeigneten Komprimierungsverfahren fehlt es. Abgesehen davon stellt sich die Frage, wie groß das Wohnzimmer für solche Fernseher sein muss.

Quantum Dots

Eine vergleichsweise neue Technologie sind Quantum Dots, deutsch: Quantenpunkte. Dabei handelt es sich um winzig kleine Nanokristalle, die Licht sehr exakt in bestimmten Wellenlängen ausstrahlen können. So lassen sich sehr satten Farben erzeugen. Quantum Dots ermöglichen es, die Bildqualität von herkömmlichen LCD-Displays weiter zu verbessern.

OLED

OLED steht für Organic Light Emitting Diode, es handelt sich also um organische Leuchtdioden. Diese Technologie ermöglicht ein sehr kontrastreiches Bild und weite Blickwinkel, zudem verbraucht sie wenig Strom. Allerdings ist die Produktion der Paneele kompliziert und somit noch vergleichsweise teuer. Daher ist der Marktanteil der OLED-Geräte gering.

Gebogene Displays

Früher mussten Fernseher unbedingt flach sein – geht es nach einigen Herstellern, geht es heute nicht ohne gebogenes Display. Samsung, LG & Co. versprechen ein besseres Bild mit weniger optischen Verzerrungen. Der Vorteil liegt indes wohl eher im Design als im Seherlebnis. Dafür müssen Verbraucher einen hohen Preis in Kauf nehmen.

Smart TV

Fast alle neuen Fernseher sind inzwischen „smart“: Sie können nicht nur die herkömmlichen Kanäle, sondern auch Inhalte aus dem Internet darstellen, beispielsweise das Videoportal Youtube, Online-Videotheken oder extra für den großen Bildschirm programmierte. Dazu braucht es nur einen Breitbandanschluss. Allerdings nutzen viele Zuschauer diese Funktionen noch nicht. Zudem hapert es teils noch an der Bedienung – eine Kopplung mit Smartphone und Tablet soll Verbesserungen bringen.

DVB-T2 HD

Das digitale Antennenfernsehen DVB-T wird weiterentwickelt: Über DVB-T2 HD bekommen Zuschauer mehr Kanäle mit zumeist besserer Auflösung. Für den Empfang der Privatsender wird dann allerdings eine Abogebühr fällig, die bisher mit einem einstelligen Eurobetrag taxiert wird.

Marktprobleme in China und Russland und negative Währungseffekte in den Schwellenländern hätten das Ergebnis negativ beeinflusst, teilte Philips mit. Große Probleme hatte vor allem die Gesundheitssparte. Philips will seine Lichtsparte abtrennen und die verbleibenden Bereiche Verbraucherelektronik und Gesundheitstechnik zusammenlegen.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vittorio Queri

27.01.2015, 10:23 Uhr

>> Marktprobleme in China und Russland >>

So langsam werden die Hohlköpfe im Deutschen Management wohl auch wahrnehmen, dass die Sanktionen gegen Russland EBEN Sanktionen gegen Europa sind !

Das Primat der Politik, nach dem sie gebrüllt haben, läßt die Polit-Manager jetzt im Regen stehen.

Mit Gewinneinbruch, Arbeitsplatzabbau, Umsatzrückgang !

So ist es , wenn man blind dem Dilettantismus folgt !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×