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25.07.2017

14:12 Uhr

Vor Megafusion mit Dow

Dupont punktet im Agrarchemiegeschäft

Der US-Chemiekonzern Dupont überzeugt mit guten Quartalszahlen. Gewinn und Umsatz konnten deutlich gesteigert werden. Die Amerikaner stehen aktuell vor einer Megafusion mit Konkurrent Dow Chemical.

Der amerikanische Chemiekonzern hat vor allem von einer hohen Nachfrage im Agrarchemiegeschäft profitiert. Reuters

DuPont

Der amerikanische Chemiekonzern hat vor allem von einer hohen Nachfrage im Agrarchemiegeschäft profitiert.

FrankfurtDer US-Chemiekonzern Dupont profitiert kurz vor der Mega-Fusion mit dem Rivalen Dow Chemical von hoher Nachfrage in seinem Agrarchemiegeschäft. Die Erlöse in dem Segment, aus dem nahezu die Hälfte des Konzernumsatz stammt, zogen im zweiten Quartal um sieben Prozent an, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dupont verkaufte mehr Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Insekten und Pilzen. Zudem kam den Amerikanern ein höherer Absatz von Sojabohnensaatgut in Nordamerika sowie eine gestiegene Nachfrage nach Sonnenblumen- und Maissaatgut in Europa zu Gute.

Dupont hebt sich mit der Entwicklung in seinem Agrarchemiegeschäft vom deutschen Konkurrenten Bayer ab, der sich kürzlich angesichts eines unerwartet schwachen Pflanzenschutzgeschäfts im wichtigen brasilianischen Markt von seinen Geschäftszielen für dieses Jahr verabschieden musste.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

PPG Industries (USA)
Mit 15,33 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet das US-Unternehmen mit Firmensitz in Pittsburgh (Pennsylvania) auf dem zehnten Platz der umsatzstärksten Chemieunternehmen weltweit.
Zu den Produktbereichen gehören Kunstglasprodukte, Kunstharze und Beschichtungswerkstoffe für Raumfahrt, Architektur und Industrie.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2017 / Gesamtjahr 2016, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 17,83 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den neunten Platz im Unternehmensranking.

Platz 8

Air Liquide (Frankreich)
Auf Platz acht des aktuellen Rankings landet das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz. 19,08 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2016 machen dies möglich. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegasherstellern der Welt.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmitte, Schönheitspflege und die Klebstoffe und fuhr 2016 einen Jahresumsatz von 19,69 Milliarden US-Dollar ein. In naher Zukunft möchte der Siebtplatzierte sowohl die US-Firma Darex Packaging Technologies für mehr als 1,05 Milliarden US-Dollar übernehmen als auch den mexikanischen Anbieter von Friseurprodukten Nattura Laboratorios aufkaufen. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern will so vor allem das eigene Friseurgeschäft in Mexiko und den USA ausbauen.

Platz 6

DuPont (USA)
24,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und Platz sechs für den Konzern für Chemie, Materialien und Energie. Im Dezember 2015 gaben DuPont und der Konkurrent Dow Chemical bekannt, dass sie fusionieren wollen. Danach soll das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 29,18 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabischer Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 39,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reichte es für Metallkonzern nicht für den Sprung unter die Top-3-Chemiekonzerne. Neben Grundchemikalien wie Methanol und Ethanol stellt das Unternehmen aus dem Nahen Osten auch Düngemittel her.

Platz 3

Dow Chemical (USA)
Mit 48,16 Milliarden US-Dollar Umsatz fiel der zukünftige Fusionspartner von DuPont um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Die Hauptgeschäftsbereiche des US-Unternehmens aus Midland (Michigan) erstrecken sich auf die Kunststoffherstellung, Vorprodukte für die Wasseraufbereitung, Klebstoffe, Insektiziden, Saatgut und die Herstellung von Grundstoffen wie Chlor und Natronlauge.

Platz 2

Bayer (Deutschland)
Der zweitplatzierte deutsche Konzern (49,2 Milliarden US-Dollar Umsatz 2016) mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutische Industrie plant eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sollen Bayer und Monsanto bereit sein, Firmenteile für 2,5 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 60,54 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder, als an Größe an sich gelegt werden.

Insgesamt setzte Dupont im zweiten Quartal 7,4 Milliarden Dollar um, ein Plus von rund fünf Prozent. Der operative Gewinn kletterte um elf Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, mehr als Analysten erwartet hatten. Allerdings sank der Nettogewinn um mehr als 15 Prozent auf 862 Millionen Dollar.

Dupont und Dow Chemical wollen noch im August ihren Ende 2015 angekündigten Mega-Deal unter Dach und Fach bringen. Der Zusammenschluss wäre der größte in der Chemiebranche aller Zeiten. Nach der Fusion soll der Konzern allerdings wieder aufgespalten werden, unter anderem in ein eigenständiges Agrarchemieunternehmen. 

Von

rtr

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