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16.06.2013

22:52 Uhr

Vor Pariser Luftfahrtmesse

Boeing will keinen Wettstreit mit Airbus

Dem Flugzeugbauer Airbus winkt auf der Luftfahrtmesse in Paris ein milliardenschwerer Auftrag durch die Flugzeugleasinggesellschaft ILFC. Konkurrent Boeing signalisiert indes, auf einen Auftragswettstreit zu verzichten.

Ein Boeing 787 Dreamliner im Ausstellungsbereich am Flughafen Le Bourget: Am 17. Juni beginnt hier die Luftfahrtmesse. Reuters

Ein Boeing 787 Dreamliner im Ausstellungsbereich am Flughafen Le Bourget: Am 17. Juni beginnt hier die Luftfahrtmesse.

ParisDer Flugzeugbauer Boeing gibt sich nach dem Erstflug des Konkurrenzfliegers Airbus A350 bescheiden. „Boeing und Airbus sind jetzt in allen Flugzeugklassen auf Augenhöhe“, sagte der Chef der Boeing-Verkehrsflugzeugsparte, Ray Conner, am Sonntag vor Beginn der weltgrößten Luftfahrtmesse auf dem Pariser Flughafen Le Bourget. Einen Auftragswettstreit wollen die Amerikaner dort nicht mitmachen.

Konkurrent Airbus winkt auf der Branchenmesse ein milliardenschwerer Auftrag. Die Flugzeugleasinggesellschaft ILFC wolle 50 Maschinen vom Typ A320neo zum Listenpreis von fünf Milliarden Dollar bestellen, verlautete am Sonntagabend aus Branchenkreisen. Die Order könnte bereits am Montag bekanntgegeben werden. ILFC und Airbus wollten den Bericht nicht kommentieren.

Fakten zum A350

Bestellungen

Airbus hat bereits 613 Bestellungen für das Flugzeug vorliegen.

Inbetriebnahme

Die erste Fluggesellschaft soll den Jet im kommenden Jahr in Dienst stellen.

Kerosinverbrauch

Spritkosten machen einen Großteil der Ausgaben von Fluggesellschaften aus. Airbus verspricht für den A350 Einsparungen von bis zu 25 Prozent beim Verbrauch pro transportiertem Passagier. Die Reichweite des Modells A 350-900 XWB soll etwa 15.000 Kilometer betragen.

Maße

Die Variante A 350-900 XWB hat eine Spannweite von 64,75 Metern und eine Länge von 66,89 Metern. Sie bietet etwa 300 Passagieren Platz.

Verbundwerkstoff

53 Prozent des Flugzeugs bestehen aus karbonfaser-verstärktem Kunststoff. Erstmals wird diese Technologie großflächig beim A350-Konkurrenten eingesetzt, dem Boeing 787 Dreamliner.

Gleichzeitig wartet Airbus noch auf 600 Millionen Euro Anschubfinanzierung vom Bund für die A350. In Le Bourget werden während der Flugschau von diesem Montag an 2215 Aussteller aus 44 Ländern sieben Tage lang Produkte und Entwicklungen präsentieren.

Nach dem Batterie-Desaster um seinen Langstreckenjet 787 „Dreamliner“ sieht sich Boeing wieder auf Kurs. Bis Ende Juni sollten elf oder zwölf Maschinen des Typs ausgeliefert sein, sagte Conner. Inzwischen würden monatlich sieben Maschinen fertig, bis Jahresende soll die Produktionsrate auf zehn pro Monat steigen. Im ganzen Jahr will Boeing wie geplant auf 60 ausgelieferte „Dreamliner“ kommen.

Nach zwei Zwischenfällen mit neuen Lithium-Ionen-Batterien hatte die „Dreamliner“-Flotte weltweit mehr als drei Monate am Boden gestanden. Inzwischen wurden die Batterien mit mehreren Schutzebenen versehen. Boeing arbeite mit der US-Sicherheitsbehörde NTSB weiter an der Suche nach der Ursache, sagte Conner.

Kommentare (1)

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Gast

16.06.2013, 21:57 Uhr

„die Anschubfinanzierung sei keine Subvention und werde zurückgezahlt.“ Wenn es keine Subvention ist, warum holt man sich das Geld dann nicht bei einer Bank?

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