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17.01.2014

11:24 Uhr

Vorstand für Recht

Donatus Kaufmann soll bei Thyssen-Krupp aufräumen

Thyssen-Krupp war in den vergangenen Jahren immer wieder von Korruptionsvorwürfen erschüttert worden – das soll nun vorbei sein. Der Aufsichtsrat habe Donatus Kaufmann zum Vorstand für Recht und Compliance bestellt.

Wolken ziehen über die Unternehmens-Zentrale von ThyssenKrupp in Essen: Für verbotene Preisabsprachen musste der Konzern Bußgelder und Schadenersatzzahlungen von Hunderten Millionen Euro leisten. dpa

Wolken ziehen über die Unternehmens-Zentrale von ThyssenKrupp in Essen: Für verbotene Preisabsprachen musste der Konzern Bußgelder und Schadenersatzzahlungen von Hunderten Millionen Euro leisten.

BochumNach der Serie von Korruptionsvorwürfen und Kartellverstößen soll beim angeschlagenen Thyssen-Krupp-Konzern nun ein eigener Vorstand Abhilfe schaffen. Der Aufsichtsrat habe Donatus Kaufmann zum Vorstand für Recht und Compliance bestellt, teilte der Konzern am Freitag anlässlich der Hauptversammlung des Konzerns in Bochum.

Thyssen-Krupp war in den vergangenen Jahren immer wieder von Korruptionsvorwürfen und Kartellverstößen erschüttert worden. Der Konzern musste unter anderem für verbotene Preisabsprachen von Aufzugsherstellern und Schienenproduzenten Bußgelder und Schadenersatzzahlungen von Hunderten Millionen Euro leisten. Vorstandschef Heinrich Hiesinger hat eine harte Gangart gegen solche Vergehen angekündigt. Über die Berufung eines Compliance-Vorstands hatte der Konzern bereits seit längerer Zeit nachgedacht.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

Von

rtr

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