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19.04.2012

07:24 Uhr

Vorzeigebranche unter Druck

Maschinenbauer tricksen Rivalen aus China aus

VonMark Fehr
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Der Newcomer China rückt dem Platzhirsch Deutschland im globalen Maschinenmarkt immer dichter auf die Pelle. Wie deutsche Hersteller verhindern, dass Wettbewerber sie mit preiswerteren Kopien um das Geschäft bringen.

Deutsche Hersteller müssen verhindern, dass Wettbewerber oder Partnerfirmen in China sie mit preiswerteren Kopien um das Geschäft bringen. dpa

Deutsche Hersteller müssen verhindern, dass Wettbewerber oder Partnerfirmen in China sie mit preiswerteren Kopien um das Geschäft bringen.

DüsseldorfDas interne Papier umfasst 57 Seiten, und es mahnt zur Eile. Der Maschinenbau-Verband VDMA hat die Wettbewerbsstärke von Konkurrenten aus China untersucht und fordert rasche Reaktionen: „Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau muss Antworten auf die chinesische Herausforderung finden“, heißt es in der Studie, die der Verband für seine Mitgliedsunternehmen angefertigt hat und die der WirtschaftsWoche vorliegt.

Danach ist die Wirtschaftsmacht China nicht nur wichtigster Absatzmarkt für in Deutschland hergestellte Investitionsgüter. Das Land ist gleichzeitig zum weltgrößten Hersteller von Maschinen aufgestiegen und exportiert diese in wachsenden Mengen selber. Laut VDMA-Studie rückt der Newcomer China damit dem Platzhirsch Deutschland im globalen Maschinenmarkt immer dichter „auf die Pelle“.

Dadurch gerät eine deutsche Vorzeigebranche unter Druck. Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit rund 6000 meist mittelständischen Unternehmen der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland und beschäftigt mehr als 900.000 Menschen. Die Branche erzielte mit ihren technisch ausgefeilten Geräten 2010 einen Jahresumsatz von 173 Milliarden Euro.

Drei Viertel der Produktion gehen in den Export. So gehören beim Handel mit China Maschinen aus Deutschland zu den gefragtesten Produkten (siehe Grafik). Doch immer stärker sind es die Chinesen, die ihren deutschen Lieferanten Marktanteile streitig machen.

Kommentare (5)

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Meier

16.04.2012, 09:57 Uhr

So lange es ganz normal ist, dass z.B. bei Siemens ganze Busladungen,Fachkräfte aus China(über 60 Leute) durch die Firmen geführt werden und alles auf das genaueste erklärt bekommen, braucht man sich über solche Artikel nicht zu wundern.

Account gelöscht!

19.04.2012, 09:28 Uhr

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht

tetsuo

19.04.2012, 09:36 Uhr

Der Witz ist, die Entscheidungsträger dieser Unternehmen sind allen Ernstes der Meinung, die Chinesen würden sie auch nur einen Fuß in Ihre Anlage im Falle des technischen Vorsprungs lassen. Von nachhaltiger Firmenpolitik ist schon lange keine Rede mehr.

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