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23.04.2015

10:56 Uhr

VW bleibt Zweiter

Toyota verteidigt die Spitzenposition

Der japanische Autobauer Toyota hat im ersten Quartal weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Trotzdem lag der Absatz damit höher als bei Volkswagen. Im laufenden Jahr könnte sich das allerdings ändern.

Der japanische Autobauer Toyota verkaufte im ersten Quartal zwar nicht so viel wie im Vorjahreszeitraum, setzt damit aber trotzdem mehr Fahrzeuge ab als Konkurrent Volkswagen. Reuters

Toyotas Absatz sinkt

Der japanische Autobauer Toyota verkaufte im ersten Quartal zwar nicht so viel wie im Vorjahreszeitraum, setzt damit aber trotzdem mehr Fahrzeuge ab als Konkurrent Volkswagen.

TokioEuropas größter Autobauer Volkswagen bleibt zum Jahresauftakt beim Absatz weiter hinter Toyota zurück. Die Japaner verkauften im ersten Quartal mit insgesamt 2,52 Millionen Fahrzeuge zwar 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Dies waren aber immer noch 30 000 Stück oder 1,2 Prozent mehr als der Volkswagen-Konzern, der derzeit von einem Machtkampf zwischen dem Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und dem Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn erschüttert wird.

Da VW weiter im US-Markt schwächelt und außerdem das wichtige China-Geschäft zuletzt nicht mehr so rund lief, könnte es dieses Jahr doch nichts mit einer Wachablösung von Toyota als weltgrößtem Autohersteller werden. Anfang des Jahres hatte es noch danach ausgesehen, dass VW dies 2015 schaffen könnte. Inzwischen haben sich jedoch die Wolken über VW etwas verdunkelt und die Aussichten für die Japaner sind etwas besser geworden.

Gewinner im europäischen Automarkt

Platz 10

Renault – Absatzplus: 9,4 Prozent

Endlich geht es wieder aufwärts für die Franzosen. Nach den deprimierenden Vorjahren verkaufen sich Clio und Co wieder besser. Auch der neue Twingo erfüllt die Erwartungen. Insgesamt verkauft die Marke europaweit rund 863.200 Fahrzeuge.

Quelle: Acea

Platz 9

Volvo – Absatzplus: 12,3 Prozent

Mit dem XC90 haben die Schweden den ersten SUV, der unter chinesischer Führung entwickelt wurde, an den Start gerollt. So sollen die Absätze auch im kommenden Jahr zulegen. Insgesamt wurden im Jahr 2014 rund 236.200 Volvos verkauft.

Platz 8

Nissan – Absatzplus: 13,4 Prozent

Insbesondere die kompakten SUVs der Japaner verkaufen sich dank ihres gefälligen Designs bestens. Mit dem Pulsar will man nun auch in der Kompaktklasse zulegen. Unterm Strich stehen 2014 rund 462.200 verkaufte Fahrzeuge.

Platz 7

Seat – Absatzplus: 13,8 Prozent

Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns hat sich dank erfolgreicher Modelle wie dem Leon wieder berappelt. Nun müsste man auch beim Gewinn nachziehen. Insgesamt wurden 2014 rund 318.900 Fahrzeuge verkaufte.

Platz 6

Skoda – Absatzplus: 14,2 Prozent

Noch besser schneidet die zweite VW-Tochter ab. Die Tschechen haben in Deutschland mittlerweile sogar den Titel als größte Importmarke erobert. Europaweit wurden 554.500 Fahrzeuge verkauft.

Platz 5

Mazda – Absatzplus: 20,4 Prozent

Für die Japaner geht es beim Absatz wieder aufwärts. Das extravagante Design scheint von den Europäern angenommen zu werden. Mit 161.000 verkauften Fahrzeugen legen die Verkäufe stark zu.

Platz 4

Dacia – Absatzplus: 23,9 Prozent

Die rumänische Renault-Tochter ist ein Phänomen und gehört schon seit Jahren beim Absatz zu den Gewinnern. Für den Konzern wird die Marke damit immer wichtiger. Im Jahr 2014 verkaufte Dacia in Europa rund 359.100 Fahrzeuge.

Platz 3

Lexus – Absatzplus: 30,1 Prozent

Natürlich wächst die Nobeltochter von Toyota von einem extrem niedrigen Niveau aus. Doch die Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes ist stark. Da sind auch kleine Erfolge viel wert. Insgesamt wurden 2014 rund 29.500 Fahrzeuge verkauft.

Platz 2

Lexus – Absatzplus: 30,1 Prozent

Natürlich wächst die Nobeltochter von Toyota von einem extrem niedrigen Niveau aus. Doch die Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes ist stark. Da sind auch kleine Erfolge viel wert. Insgesamt wurden 2014 rund 29.500 Fahrzeuge verkauft.

Platz 1

Jeep – Absatzplus: 70,6 Prozent

Die große Hoffnung von Fiat-Chrysler enttäuscht im Jahr 2014 nicht. Durch Modelle wie den Grand Cherokee geht es für die SUV-Ikone deutlich aufwärts. Mit 37.900 verkauften Fahrzeugen wurde sogar ein neuer Rekord aufgestellt.

2014 hatte Toyota trotz der stärkeren Fokussierung auf Profitabilität zum dritten Mal in Folge den Titel als größter Autohersteller der Welt verteidigen können. Mit 10,23 Millionen verkauften Fahrzeugen schmolz der Vorsprung auf VW allerdings auf 90 000 Stück. Zudem rechnet Toyota im Heimatmarkt 2015 wegen der Folgen einer Mehrwertsteuererhöhung vergangenes Jahr mit einem konzernweit deutlichen Absatzrückgang auf 10,15 Millionen Fahrzeuge. VW müsste daher nur leicht zulegen, um Toyota zu überholen - zumindest, wenn Toyota nur diesen Wert erreicht. Der VW-Konzern hat keine Absatzprognose für das laufende Jahr veröffentlicht.

Von

dpa

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