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21.10.2012

21:43 Uhr

VW-Chef Winterkorn

Volkswagen setzt verstärkt auf Brasilien

Bei der Suche nach Alternativen zum immer schwierigeren Westeuropa- Geschäft baut VW auf den brasilianischen Markt. Für die Kernmarke ist das Land nach China schon der zweitwichtigste Markt.

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von VW. dpa

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von VW.

São Paulo/WolfsburgIm weltweiten Wettrennen um Platz eins in der Autoindustrie setzt Volkswagen verstärkt auf den Absatzmarkt Brasilien. Das Land sei Eckstein der Strategie 2018, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Sonntag zum Start der São Paulo Motor Show. Spätestens in sechs Jahren will Volkswagen General Motors und Toyota überholen.

Auf der größten Automesse Lateinamerikas loten Hersteller aus aller Welt bis zum 4. November die weiteren Chancen in der Region aus - nicht zuletzt im Schatten der bröckelnden Nachfrage in Westeuropa. Unter anderem sind auch Daimler, Porsche, Audi und BMW in São Paulo dabei. „Der brasilianische Automarkt hat großes Wachstumspotenzial“, betonte Winterkorn. Der Konzern müsse seine starke Stellung nutzen.

Nach Angaben von VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler ist das Land für die Kernmarke VW-Pkw mittlerweile der nach China zweitgrößte Absatzmarkt. Binnen fünf Jahren legten die Gesamtverkäufe im Konzern um fast 40 Prozent auf jährlich über 700 000 zu. 2012 wurden bis Ende September 573 700 Autos ausgeliefert - 8,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derweil soll BMW Medienberichten zufolge kurz vor dem Abschluss eines Investitionsplans für ein eigenes Pkw-Werk in Brasilien stehen.

Volkswagen ist seit Ende der 50er Jahre in dem Schwellenland vertreten. Derzeit unterhält allein die Konzernmutter vier Werke. Produktionsvorstand Michael Macht nimmt an, dass sich Brasiliens Automarkt bis 2018 um 45 Prozent auf jährlich 8 Millionen verkaufte Fahrzeuge steigert. Das trage auch dazu bei, die trübe Lage in Europa auszugleichen: „Erfreulicherweise konnten wir das einbremsen.“

Kommentare (1)

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23.10.2012, 13:13 Uhr

In der Eurozone lahmt der Absatz und deshalb ist es umso wichtiger in Wachstumsmärkte zu investieren. Auch deren Lieferanten müssen sich damit einstellen, neue Inventionen in neue Märkte zu tätigen so wie es die Schaeffler Gruppe schon seit einigen Jahren mit Erfolg macht.

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