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29.07.2016

18:55 Uhr

VW-Dieselskandal

Carb-Chefin Mary Nichols lobt neues Team des Autobauers

Mary Nichols, die Chefin der kalifornischen Umweltbehörde Carb, lobt das neue VW-Team, das mit der Aufarbeitung des Dieselskandals in den USA beauftragt ist. So konnte der Konflikt mit der US-Behörde entschärft werden.

Die US-Behörde Carb lobt VW für das neue Team, das eingesetzt wurde, um an einer Lösung zu arbeiten. AP

VW-Dieselskandal in den USA

Die US-Behörde Carb lobt VW für das neue Team, das eingesetzt wurde, um an einer Lösung zu arbeiten.

Los AngelesVolkswagen hat in der Aufarbeitung des Dieselskandals in den USA den Konflikt mit der kalifornischen Umweltbehörde CARB offenbar entschärfen können. Der Konzern habe nach den anfänglichen Spannungen ein neues Team geschickt, um an einer Lösung zu arbeiten, erklärte CARB-Chefin Mary Nichols im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. „Wir haben jetzt mit Leuten zu tun, die Zugang zu den Entscheidungsträgern in Deutschland haben und die verstehen, dass ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel steht.“ Nichols hatte VW scharf angegriffen und dem Konzern vorgeworfen, die Abgasmanipulation geleugnet zu haben. Die Verhandlungen mit CARB und der Umweltbehörde EPA zogen sich lange hin.

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Die beiden Umweltbehörden begutachten derzeit die technische Lösung, mit der die rund 475.000 manipulierten Diesel-Autos mit Zwei-Liter-Motor in Einklang mit dem Gesetz gebracht werden sollen. Die Tests dazu könnten bis Jahresende dauern, sagte Nichols. „Wir werden keinerlei Nachsicht walten lassen oder irgendwelche Tests beschleunigen“, betonte sie. VW muss mit den Änderungen die Abgasvorschriften nur zu 80 bis 90 Prozent erfüllen. Schließlich hat der Konzern einem gut 15 Milliarden Dollar teuren Vergleich zugestimmt, der neben Rückkäufen auch milliardenhohe Spenden für Umweltfonds in den USA vorsieht. Sollte die Reparatur gelingen, muss Volkswagen womöglich weniger Fahrzeuge zurückkaufen.

Eine Lösung für die 85.000 Fahrzeuge, vornehmlich der Marken Audi und Porsche, mit Drei-Liter-Motor steht unterdessen weiter aus, erklärte die CARB-Chefin.

Von

rtr

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