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03.06.2013

22:05 Uhr

VW fällt zurück

Audi und BMW steigern US-Absatz deutlich

Die deutschen Premiummarken können den Absatz in den USA deutlich steigern. Für Volkswagen sind die Absatzzahlen dagegen ein deutlicher Rückschlag für die US-Expansion. Auch in Deutschland drohen düstere Zeiten.

Sieht gut aus: Die Absatzzahlen für Audi in den USA konnten im Mai deutlich zulegen. AFP

Sieht gut aus: Die Absatzzahlen für Audi in den USA konnten im Mai deutlich zulegen.

FrankfurtFür die deutschen Premiumautobauer bleibt der US-Markt der wichtigste Wachstumstreiber. Daimler, BMW und Audi konnten den Absatz in den USA im Mai erneut deutlich steigern. Auch die drei großen US-Autobauer GM, Ford und Chrysler legten deutlich zu. Für Volkswagen gerät die US-Offensive dagegen ins Stocken.

Am besten lief es für Audi. Die Ingolstädter konnten ihren Verkaufsrekord aus dem Vorjahr toppen und setzten mit 13.228 Fahrzeugen satte 15 Prozent mehr als im Mai 2012. Auch BMW wächst zweistellig. Die Münchener verkaufte 10,1 Prozent mehr, was sich auf 31.174 Fahrzeuge summierte. Auch Daimler kann sich endlich wieder über gute Nachrichten freuen: Die Stuttgarter konnten 8,3 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen und kommen nun auf 27.359 Autos. Porsche, wie Audi eine VW-Tochter, steigerte den Absatz um 38 Prozent auf 3928 Stück.

Größte Autohersteller in den USA

Platz 10

BMW - 348.000 verkaufte Fahrzeuge

Die USA gehören für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz um 14 Prozent zulegen.

Platz 9

Kia - 558.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner sind auf Rang neun abgerutscht. Und das trotz eines Absatzzuwachs von 15 Prozent.

Platz 8

Volkswagen - 596.000 verkaufte Fahrzeuge

Während die Wolfsburger weltweit zu den größten Autoherstellern zählen, haben sie auf dem amerikanischen Markt noch einen großen Abstand zur Spitze. Immerhin legte der Absatz im Jahresvergleich um 34 Prozent zu.

Platz 7

Hyundai - 703.000 verkaufte Fahrzeuge

Neun Prozent mehr Fahrzeuge konnten die Koreaner im Jahr 2021. In den USA bewegen sie sich auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6

Nissan - 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In den USA erholen sich die Japaner von ihrer Absatzschwäche. Mit einem Wachstum von zehn Prozent festigen sie ihre Position unter den größten Herstellern in den USA.

Platz 5

Ford - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Im Heimatmarkt verkaufen die US-Amerikaner 25 Prozent ihrer Fahrzeuge. Die Verkäufe ziehen leicht an: Ford kommt auf ein Wachstum von sechs Prozent.

Platz 4

Honda - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner erobern hauchdünn den vierten Platz in den USA. Der Absatz wurde um 24 Prozent gesteigert.

Platz 3

Chrysler - 1,65 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Chrysler gehörte zu den totgesagten Markten in den USA in Folge des Konjunktureinbruchs 2009. Doch mittlerweile ist der US-Konzern zum Retter geworden – und zwar für die Mutter Fiat. In 2012 gab es ein Plus von 21 Prozent bei den Absatzzahlen.

Platz 2

Toyota - 2,08 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Absatzzahlen der Japaner sind 2012 in den USA regelrecht explodiert. Im Vorjahrsvergleich verkaufte Toyota 27 Prozent mehr Fahrzeuge.

Platz 1

General Motors - 2,60 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Detroit bleibt die Wiege der amerikanischen Autoindustrie - und General Motors führend im Heimatland. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein leichtes Wachstum von vier Prozent.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in den USA abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Für den größten deutschen Autobauer gibt es dagegen schlechte Nachrichten. Nachdem schon der Absatz in Europa zuletzt eingebrochen war, verbuchen die Wolfsburger in den USA einen Absatzrückgang von 1,7 Prozent auf 38.013 Fahrzeuge. Dabei wächst der US-Markt immer noch stark. Insgesamt zog der US-Markt im Mai um 8,7 Prozent auf 1,276 Millionen verkaufte Fahrzeuge an. Marktführend blieb dabei die Opel-Mutter General Motors mit einem plus von 3,1 Prozent auf rund 253.000 Fahrzeuge. Ford kam auf einen Zuwachs von 14 Prozent auf knapp 247.000 Fahrzeuge, Toyota als Nummer drei in den USA auf 208.000 (plus 2,5 Prozent) und Chrysler auf rund 166.000 (plus elf Prozent).

Der US-Markt steuert damit auf einen deutlicher als erwarteten Absatzzuwachs für das Gesamtjahr zu. Bislang gehen Analysten von einem plus von rund sechs Prozent auf 15,1 Millionen Autos aus. Besonders gut verkauften sich zuletzt Pritschenwagen (Pickup-Trucks), was auf eine Erholung des US-Häusermarktes zurückgeführt wird.

In Deutschland könnte die Situation dagegen deutlich schlechter ausfallen. Am Abend hatte der Mazda auf seiner Seite vermeldet, dass der Absatz in Deutschland im Mai um 9,9 Prozent eingebrochen sei. Der japanische Autohersteller beruft sich dabei auf vorläufige vorläufige Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes. Eigentlich sollten die Zahlen erst am Dienstag veröffentlicht werden. Im April war die Zahl der Neuzulassungen noch um 3,8 Prozent auf 284.000 gestiegen.

Kommentare (5)

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Statistiker

03.06.2013, 22:14 Uhr

Ist ja typisch für die Voreingenommenheit der deutschen Presse: Audi setzt 13.228 Autos im Mai in den USA ab, 15 % oder 1.726 Autos mehr als im Mai 2012, BMW setzt 31.228, nur 10,1 %, aber 2.914 Autos mehr ab als 2012. Aber wessen Bild steht am Eingang des Artikels: ein Audi. Zahlen die Ingolstädter eigentlich Bildergeld.

Hans

04.06.2013, 08:34 Uhr

Man kann solche Berichte auch neutral, nämlich in der Reihenfolge des Alphabetes, veröffentlichen.

Uod

04.06.2013, 10:31 Uhr

Von Daimler mal wieder keine Rede in der Überschrift!!!!
Das nennt sich objektive Berichterstattung und dann auch noch 2 Rechtschreibfehler im zweiten Absatz!!

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