Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.12.2011

11:30 Uhr

VW-Gesetz

Kluge Standortpolitik statt dumpfem Vetorecht

VonFlorian Kolf

Das Land Niedersachsen klammert sich an seine Sonderrechte bei VW. Doch nachvollziehbare Gründe dafür gibt es nicht. Es schadet damit sogar seinen eigenen Interessen. Ein Kommentar.

Florian Kolf, stellvertretender Chefredakteur Handelsblatt Online Frank Beer für Handelsblatt

Florian Kolf, stellvertretender Chefredakteur Handelsblatt Online

Die Kluft zwischen globalem Anspruch und provinzieller Wirklichkeit könnte kaum größer sein.

Auf der einen Seite steht das fast provozierend zur Schau gestellte Selbstbewusstsein des VW-Chefs Martin Winterkorn. Kein Ziel ist zu groß, auf allen Märkten weltweit soll der Konzern die Nummer eins werden – wenn er es nicht schon ist. Noch im September dieses Jahres verkündete Winterkorn stolz, VW investiere „eine Rekordsumme, um sein Ziel zu erreichen, der ökonomisch und ökologisch beste Automobilhersteller der Welt zu werden“. Mehr als 62 Milliarden Euro will der Konzern von 2012 bis Ende 2016 weltweit ausgeben.

Muss sich so ein Kraftprotz vor irgendetwas oder irgendjemandem fürchten? Offenbar muss er das.

Denn auf der anderen Seite steht das fast verzweifelte Beharren auf dem VW-Gesetz. Trotzig klammern sich der Autobauer und die Landesregierung an das Vetorecht des Landes Niedersachsen als wäre VW ein zerbrechliches Startup-Unternehmen, das vor der Übernahme durch böse Multis aus dem Ausland bewahrt werden müsste.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Bruder-Helmut

06.12.2011, 12:46 Uhr

Wer Erfolg hat, hat RECHT

Und Volkswagen ist inzwischen der erfolgreichste Autobauer der WELT. Ich habe nicht den eindruck, dass das Handesblatt auch nur einen schimemr davon hat, was mit Volkswagen los ist, oder warum Volkswagen so erfolgreich ist.

Der Erfolg von Volkswagen hat 5 Buchstaben

P I E C H

Die Aktionäre sind hierbei genau so unwichtig, wie die Wähler bei der Bundestagswahl. Wenn man Erfolg haben will, muss 1 Person regieren.

Willst du etwas zu Grunde richten, gründe einen Wohlfahrststaat oder ne Demokratie.

Wingcommander

06.12.2011, 13:14 Uhr

Das Beharren auf dem VW-Gesetz hat durchaus handfeste Gründe, wenn man sich die Beteiligungsstruktur bei den VW-Stammaktien anschaut:
Porsche hält ( über die Holding und die Porsche GmbH ) noch über 60 v.H. der Stammaktien und würde bei einer erfolgreichen Klage der EU-Kommission letztlich doch die Kontrolle übernehmen.
Die Fehlleistungen der Porsche-Finanzstrategen in der Vergangenheit ( Schuldenberg von 11 Milliarden Euro durch die vor drei Jahren geplatzte Übernahme, irrsinniger Kursanstieg der Stammaktie ) lassen eigentlich nur den Wunsch zu, dass es soweit nicht kommt!

so-TDK

06.12.2011, 17:00 Uhr

"Es gibt nicht einmal einen nachvollziehbaren Grund, warum das Land überhaupt an VW beteiligt sein sollte" Alleine für diesen Satz gehören Sie gefeuert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×