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16.01.2013

17:22 Uhr

VW

IG Metall will deutliches Lohnplus

Die IG-Metall startet Selbstbewusst in die nächsten Verhandlungsrunden mit VW. Dort läuft in diesem Jahr der Haustarif aus. Momentan zeichnet sich eine Forderung von bis zu 3,6 Prozent ab.

Warnstreiks sind in diesem Jahr bereits ab dem 2. Mai möglich. dapd

Warnstreiks sind in diesem Jahr bereits ab dem 2. Mai möglich.

HannoverUngeachtet des Konjunkturabschwungs will die IG Metall in der anstehenden Tarifrunde einen kräftigen Lohnaufschlag für die Beschäftigten in der Metall- und Elektrobranche durchsetzen. Gewinne und Löhne hätten sich in den vergangenen Jahren immer weiter auseinander entwickelt. „Wir haben da ein Stück Korrekturbedarf“, sagte Niedersachsens IG-Metall-Chef Hartmut Meine am Mittwoch in Hannover. „Es wird diesmal ausschließlich ums Geld und um Prozente gehen.“ Meine ist der Verhandlungsführer seiner Gewerkschaft in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit 75.000 Beschäftigen. Hinzu kommen rund 100.000 Mitarbeiter in den sechs westdeutschen VW-Werken, über deren Löhne in diesem Jahr ebenfalls verhandelt wird.

Den Unternehmen gehe es überwiegend gut, betonte Meine. Lediglich einige Betriebe hätten einen Auftragseinbruch erlitten und Kurzarbeit angemeldet. Es zeichne sich jedoch eine Besserung in der zweiten Jahreshälfte ab. „Es ist überhaupt nicht mit Rezession oder Krise zu rechnen.“ Volkswagen habe ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr hinter sich. Auch 2013 werde der Wolfsburger Autobauer positiv abschneiden. Verhaltenere Töne des Vorstands ließen allerdings erwarten, dass das Wachstum nicht mehr so hoch ausfallen werde. Dennoch gehe die Gewerkschaft - auch aufgrund hoher Mitgliedergewinne - selbstbewusst in die Verhandlungen mit den Arbeitgebern.

Die Lohnforderung für die Branche wie für Volkswagen will die IG Metall Mitte März beschließen, bevor am 21. März in Sachsen-Anhalt und einen Tag später in Niedersachsen Tarifverhandlungen beginnen sollen. Die Tarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie laufen Ende April aus. Warnstreiks sind in diesem Jahr bereits ab dem 2. Mai möglich, da die sonst übliche vierwöchige Friedenspflicht in diesem Jahr wegen des frühen Ferienbeginns wegfällt. Bei VW endet der Haustarif zwei Monate später. Bereits im vergangenen Jahr hatte die IG Metall die Gespräche bei VW zeitweise parallel mit denen in der bundesweiten Branche geführt. „So können wir mehr in die Wagschale einbringen“, sagte Meine.

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