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07.05.2016

02:15 Uhr

VW im Streit mit UAW

Clinton stärkt Gewerkschaft den Rücken

Seit Monaten kämpft die US-Autogewerkschaft UAW mit Volkwagen um Einfluss im Werk in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee. Nun bekommt die UAW prominente Unterstützung. Hillary Clinton mischte sich via Twitter in die Diskussion ein.

auf einer Wahlkampfveranstaltung in Washington. Jetzt ergreift sie die Seite der Gewerkschaft UAW im Streit mit VW. AP

Hillary Clinton

auf einer Wahlkampfveranstaltung in Washington. Jetzt ergreift sie die Seite der Gewerkschaft UAW im Streit mit VW.

New York„Die Arbeiter in Tennessee erheben ihre Stimme, für die Rechte, die Ihnen zustehen. VW sollte sie am Verhandlungstisch treffen“, schrieb die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton über den Kurznachrichtendienst. Der Tweet ist mit einem „-H“ unterzeichnet – ein Zeichen dafür, dass sie ihn selbst verfasst hat.

Bei dem Streit mit der UAW geht es um eine Gruppe von 160 Facharbeitern. Sie hatte dafür gestimmt, sich bei Verhandlungen von Gehältern und Arbeitsbedingungen von der UAW vertreten zu lassen. VW will diese Wahl jedoch nicht anerkennen, da das gesamte Werk sich knapp gegen eine führende Rolle der Gewerkschaft ausgesprochen hat. Der Wolfsburger Autobauer fürchtet eine Spaltung der Mitarbeiterschaft.

Clinton kann die Stimmen der Gewerkschaft im Wahlkampf gut gebrauchen. Doch die Kandidatin mischt sich relativ spät in die Debatte ein. VW und die UAW hatten am vergangenen Sonntag bereits Gespräche angekündigt. Gary Casteel, der bei der UAW für internationale Angelegenheiten zuständig ist, wird im Mai in Deutschland mit VWs Personalvorstand Karlheinz Blessing erste Gespräche führen.

Das Werk in Chattanooga ist zentral für VWs künftige US-Strategie. Dort soll in ein paar Monaten auch der neue Geländewagen bebaut werden, mit dem VW nach dem Dieselskandal die Absätze wieder ankurbeln will. Verzögerungen oder gar Streiks kämen für den Wolfsburger Autobauer da besonders ungelegen.

Von

asd

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