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19.04.2012

11:36 Uhr

VW-Investoren

Achtung, hier kommt Frau Piëch!

VonLukas Bay

Heute steigt Ursula Piëch zur mächtigsten Frau der Automobilbranche auf. Eine heftig umstrittene Beförderung. Ihre Durchsetzungskraft muss die Unternehmergattin allerdings noch unter Beweis stellen. 

Ursula Piëch gehört an VW-Spitze

Video: Ursula Piëch gehört an VW-Spitze

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HamburgDie wichtigste Person der heutigen Hauptversammlung von Volkswagen hält sich bei ihrem ersten großen Auftritt zunächst im Hintergrund. Langsam schreitet sie mit ihrem Mann, dem mächtigen VW-Patriarchen Ferdinand Piëch, vorbei an Lamborghinis, Bentleys und Audis und lässt sich die Modelle erklären. Sie kennt diese Auftritte von etlichen Automessen. Doch ihr heutiger Auftritt ist ein besonderer.

Heute soll Ursula Piëch in den VW-Aufsichtsrat aufsteigen und soll dort die Macht der Familien Porsche und Piëch zementieren.

Auf der Einladung zur Hauptversammlung wird sie als „Kindergärtnerin und Horterzieherin mit zusätzlichem Prüfungsfach Wirtschaft und Recht (derzeit kein ausgeübter Beruf)“ vorgestellt. Ihre Wahl gilt als sicher. Die wichtigsten Großaktionäre neben den Familienvertretern, das Land Niedersachsen, die Arbeitnehmervertreter und das Emirat Katar, haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. Es ist ein weiterer Schritt von Ursula Piëch auf dem Weg zur wichtigsten  Frau der deutschen Autobranche. Trotzdem hält sich das Paar zunächst im Hintergrund. Den großen Auftritt, das Händeschütteln überlassen sie Martin Winterkorn.

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Frau Winterkorn“, wird sie von einem Journalisten begrüßt. Ursula Piëch lächelt diese Verwechslung souverän weg. „Sie sind einen Monat zu früh dran“, sagt Ferdinand Piëch. Ihre Macht müssen die Piëchs nicht beweisen.


Das wird spätestens klar, als sich das Paar aus Winterkorns Schatten löst und vor einem Golf Cabrio posiert. Sofort stehen sie im Mittelpunkt des Interesses. Er hält ihr die Türe auf. Ein Bild mit Symbolkraft.

Sollte Ferdinand Piëch, der vor einigen Tagen seinen 75. Geburtstag feierte, abtreten, wird sie zur Gralshüterin seines Imperiums. Die einstige Gouvernante wird sein Vermögen nach seinem Tod verwalten, seine Stiftungen leiten.

Kommentare (9)

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Clanf

19.04.2012, 12:07 Uhr

Das schaffen nur Frauen:
ohne entsprechende Ausbildung und/oder Fachwissen sich "Führungspositionen" zu erschlafen. Wenn die Frauenquote in Deutschland eingeführt werden sollte, müßten gleichzeitig aber auch alle Frauen aus Führungspositionen entfernt werden, die diese nicht durch Arbeit erreicht haben. Und von diesen Frauen gibt es mehr als reichlich.
Habe selbst für eine Firma gearbeitet, in der eine minder qualifizierte und mäßig erfolgreiche Verkäuferin aufgrund eines Beischlafverhältnisses mit dem Geschäftsführer (beide verheiratet) zum Key Account Manager befördert wurde.
Die Motivation Ihrer Kollegen ist dadurch nicht gestiegen

Account gelöscht!

19.04.2012, 12:41 Uhr

Herr Wulff und das Land Niedersachsen konnten schon immer ganz gut mit Milliardären umgehen. Wieso der Arbeitnehmerflügel (hochdotierte IGM-Funktionäre) zustimmen
wird ist anrüchig. Produziert VW Bananen und sitzt in einer solchen Republik??
Schon mal gut, daß der deutsche Papst nicht verheiratet ist, wer weiß was uns sonst noch ins Haus stehen würde.
Jeder Arbeiter bei VW muß eine höhere Qualifikation aufweisen, denn Frau Piech!!

Rene

19.04.2012, 13:02 Uhr

Die nächste Quotenfrau...

Der Beigeschmack ist so widerlich, wenn eine Ehefrau in solch ein Gremium gewähl werden soll.

Die Emanzen sollen mal Autoreifen anschrauben und Ölwechsel machen. Das ist Gleichberechtigung. Nicht mit einem feinen Anzug ins Büro gehen und diktatorisch kommantieren mit dem Wissen, der fähige Ehemann bügelt Fehler aus bzw. der Mehraufwand tut dem Unternehmen nicht weh.

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