Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.11.2015

18:12 Uhr

VW-Krise

Konzernchef und Betriebsrat raufen sich wieder zusammen

Nach der Kritik vom Betriebsrat hat VW-Chef Matthias Müller eine engere Zusammenarbeit bei der Lösung der Abgas-Krise angekündigt. Es soll eine Reihe von Gesprächen zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretung folgen.

VW-Chef Matthias Müller kündigte eine Reihe von Gesprächen zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretung an. dpa

Krise bei VW

VW-Chef Matthias Müller kündigte eine Reihe von Gesprächen zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretung an.

WolfsburgNach der massiven Kritik von Betriebsratschef Bernd Osterloh hat VW-Chef Matthias Müller eine engere Zusammenarbeit bei der Lösung der weltweiten Abgas-Krise angekündigt. „In der jetzigen, schwierigen Situation müssen wir gemeinsame Entscheidungen treffen, welche die Wirtschaftlichkeit genauso berücksichtigen wie die Beschäftigung“, sagte Müller am Montag nach einer Sitzung des Aufsichtsrates in Wolfsburg laut Mitteilung.

Bis zur nächsten Sitzung des Kontrollgremiums am 20. November soll es daher eine Reihe von Gesprächen zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretung geben, „um einen gemeinsamen Weg für die Zukunft des Unternehmens zu bestimmen“.

VW-Abgasskandal: 540.000 Diesel brauchen mehr als ein Update

VW-Abgasskandal

540.000 Diesel brauchen mehr als ein Update

Viele deutsche VW-Besitzer müssen sich auf größere Umrüstungen an ihrem Fahrzeug einstellen. Bei 540.000 Dieselautos mehr als nur ein Software-Update nötig. US-Kunden erhalten unterdessen 1000 Dollar als Gutschein.

„Matthias Müller wird sich persönlich um die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Betriebsrat kümmern. Dies ist ein starkes Signal für die Belegschaft“, betonte Osterloh. Die Herausforderungen der Abgas-Krise seien „enorm, aber die Belegschaft steht hinter dem Unternehmen, sofern es uns gelingt, eine ausgewogene Planung zwischen Investitionen, Sparmaßnahmen und Zukunftsprojekten zu verabreden“.

Ende vergangener Woche hatte Osterloh öffentlich massive Kritik an Müller geäußert: „Der Betriebsrat wird bewusst außen vor gelassen. Der Vorstand verkündet Sparmaßnahmen einseitig und ohne Grundlage“, hatte Osterloh am Freitag gesagt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×