Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.09.2015

06:52 Uhr

VW-Markenabend auf der IAA

Schöne Grüße an Tesla

VonLukas Bay

Vor seiner Heimatmesse verzichtet Volkswagen auf die ganz große Inszenierung. Stattdessen zeigt man erste Vorboten der Elektrooffensive, die aber noch lange nicht auf die Straße kommen. Und schlägt bescheidene Töne an.

Der neue Audi e-tron Quattro. Das rein batteriegetriebene Elektroauto ist bislang eine Studie, und soll 2018 auf den Markt kommen. Der Hersteller verspricht eine Reichweite von maximal 500 km, eine Beschleunigung von 0 - 100 km/h in 4,4 Sekunden und eine abgeregelte Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h. Reuters

Premiere beim VW-Markenabend auf der IAA

Der neue Audi e-tron Quattro. Das rein batteriegetriebene Elektroauto ist bislang eine Studie, und soll 2018 auf den Markt kommen. Der Hersteller verspricht eine Reichweite von maximal 500 km, eine Beschleunigung von 0 - 100 km/h in 4,4 Sekunden und eine abgeregelte Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h.

FrankfurtDie ganz große Show hat man sich dieses Jahr gespart. Wenn der Volkswagen zu seiner traditionellen Vorabendveranstaltung vor Beginn einer großen Automesse rief, dann wurde meist geklotzt statt gekleckert. Internationale Stars, aufwändige Bühneninszenierungen gehörten fast zum Standard. Vor Beginn der Heimatmesse IAA in Frankfurt ist alles ein bisschen anders.

Vor 2000 Zuschauern auf einer Tribüne der Fraport-Arena zelebriert der Konzern zwar wie gewohnt seine Markensammlung. Doch dieses Jahr wirkt die Inszenierung sehr fokussiert. Eine 3D-Lichtshow und fahrbare LED-Leinwände – mehr gibt es nicht. Selbst Konzernchef Martin Winterkorn, der Mann für die große Linie in Wolfsburg, gibt sich in seiner Rede bescheiden. „Immer schneller, höher, weiter reicht nicht“, sagt er. Technologische Führerschaft definiere sich nicht mehr über PS und Drehmoment.

IAA 2015: Wir sind (k)ein bisschen elektrisiert

IAA 2015

Wir sind (k)ein bisschen elektrisiert

Aus dem Flop der E-Autos lassen sich Lehren ziehen für den Hype um vernetzte und autonome Autos. Investieren Autohersteller Milliarden in neue Techniken, die Autokäufer gar nicht haben wollen und auch nicht benutzen?

Auch im Vergleich zu den opulenten Inszenierungen von Tesla-Chef Elon Musk gibt sich der Wolfsburger geradezu bescheiden. Winterkorn spricht über emissionsfreies und automatisiertes Fahren und das vernetzte Auto. „Hier entscheidet sich die Zukunft unserer Branche und des Automobils“, so der Konzernchef weiter.

20 neue Modelle wolle der Konzern darum bis zum Ende des Jahrzehnts auflegen, die rein elektrisch oder mit einem Plug-in-Hybrid unterwegs seien. Bei seinem ersten Auftritt betont auch der neue VW-Markenchef Herbert Diess die Elektromobilität sei „ein Schlüssel für den langfristigen Erfolg der Marke“.

Erste Vorboten zeigt VW schon in Frankfurt. Der lange erwartete reine Elektrosportler von Porsche feiert seine Premiere. Mission E haben die Zuffenhausener ihre Studie getauft, die Konkurrenten wie Tesla das Fürchten lehren soll.

Rein elektrisch kommt das Modell mit 600 PS auf eine Reichweite von 500 Kilometern und eine Spitzengeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern, verspricht Markenchef Matthias Müller. Besonders beim Nachladen soll der Porsche die Konkurrenz abhängen. Eine Ladung soll nicht länger als 15 Minuten dauern.

Zum Start der IAA: Kein Artenschutz für die Autoindustrie

Zum Start der IAA

Premium Kein Artenschutz für die Autoindustrie

Die Glitzerfassade der Autoriesen bröckelt. Der Boom in China, der alle Schwächen der vergangenen Jahre verbergen konnte, ist vorbei. Doch die großen Bewährungen für die Branche kommen erst noch. Eine Analyse.

Auch Konzernschwester Audi hat ein Elektro-SUV mit nach Frankfurt mitgebracht, das zeigen soll, wohin die Reise in Ingolstadt geht. „Man muss nicht zwingend der erste sein“, betont Audi-Chef Rupert Stadler, „aber wenn man kommt, dann muss man der Beste sein.“ 

Der Audi E-tron Quattro hat gleich drei Elektromotoren dabei, die gemeinsam auf eine Leistung von 435 PS kommen und das Auto rund 500 Kilometer rein elektrisch antreiben. Spezifikationen, die sich nicht hinter dem Model X von Tesla verstecken müssen.

Kommentare (10)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Annette Bollmohr

15.09.2015, 08:39 Uhr

Apropos "selbstfahrendes Auto":

Dürften doch gerade die Männer ein Problem damit haben, die Kontrolle abzugeben.

Die wollen nicht gefahren werden, die wollen selber fahren (bzw. Stau stehen…)

Aber, wenn schon, denn schon:

Warum das selbstfahrende, total vernetzte und vollautomatische Elektroauto nicht gleich an geeigneter Stelle einführen:

http://www.aljazeera.com/programmes/riskingitall/2011/05/201151073240594854.html ?

Hier spinnen doch alle.

Account gelöscht!

15.09.2015, 08:49 Uhr

The Place to be für Freunde der Marke Volkswagen war aber gestern Abend das Gibson mit Superstar Felix Jaehn !

Account gelöscht!

15.09.2015, 09:10 Uhr

Die Manager der Autobauer stossen an ihre Grenzen. Es gibt nichts mehr zu verbesseren. Auch das E-Auto ist keine Verbesserung gegenüber den Benziner oder Diesel.
Ein Hybridauto ist weder Fisch noch Fleisch und wie das E-Auto eine Verschlechterung zum Diesel oder Benziner.
Immer mehr Eletkronisches Spielzeug im Auto strapziert zusehends die Batterie eines Autos und die E-Vernetzung in so einen Auto ist auch mehr anfällig als nützlich.
In der Autobranche geht es in der Zukunft nur über den Preis bzw. das Preis-Leistungsverhältnis.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×