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07.11.2016

11:38 Uhr

VW-Markenchef Diess

„Volkswagen derzeit nicht zukunftsfähig“

Noch immer hat die Diesel-Affäre den VW-Konzern fest im Griff. Derweil verhandelt der Autobauer über einen Zukunftspakt. Doch Markenchef Herbert Diess gibt sich angesichts der Konkurrenz durch Google pessimistisch.

Der Markenchef geht mit dem Volkswagen-Konzern hart ins Gericht. dpa

Herbert Diess

Der Markenchef geht mit dem Volkswagen-Konzern hart ins Gericht.

HannoverVolkswagen muss laut Markenchef Herbert Diess seine Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern. „In der aktuellen Verfassung ist Volkswagen nicht zukunftsfähig“, sagte Diess den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. „Ohne den Konzern mit seinen anderen Marken wäre die Marke Volkswagen derzeit in einer aussichtslosen Situation.“

Die laufenden Verhandlungen über einen Zukunftspakt, der VW fit machen soll für den Umbruch im Autogeschäft, liefen inzwischen „sehr konstruktiv“, sagte Diess. Es werde keine Entlassungen geben. Dennoch werde die Mitarbeiterzahl im Jahr 2020 wahrscheinlich „niedriger sein als heute“.

Betriebsrat und Management stecken derzeit im Rahmen des Zukunftspaktes die Konzernstrategie der nächsten Jahre ab. Da VW sparen muss, geht es um die Frage, wie das Unternehmen trotz der Milliardenbelastungen durch die Dieselaffäre auch in Zukunft noch Geld in Zukunftstechnologien wie Elektroautos investieren kann.

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Der für Volkswagen in der Dieselaffäre so wichtige Vergleich mit den US-Behörden ist abgeschlossen. Wie es zu dieser historischen Einigung gekommen ist, zeigt ein Blick hinter die Kulissen.

Um die Internetkonzerne auf Distanz zu halten, muss die Autoindustrie nach Überzeugung des VW-Markenchefs schneller werden. „Wenn Google und Co. auch noch den direkten Draht zum Autofahrer besetzen, dann machen die das Geschäft mit dem Auto“, warnte Diess. „Wir haben vielleicht noch ein bis zwei Jahre, um diese Schnittstelle selbst zu besetzen.“

Volkswagen müsse die im Auto anfallenden Daten selbst unter Kontrolle behalten, betonte Diess. „Wir werden uns und unsere Kunden nicht anderen ausliefern.“

Von

afp

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