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28.01.2016

13:25 Uhr

VW-Rückruf

Werkstätten bekommen 60 Euro pro Software-Update

Für den VW-Konzern ist die größte Rückrufaktion der Firmengeschichte angelaufen. Den Anfang machen 8000 Pick-up-Trucks der Amarok-Reihe. Allein ihr Software-Update kostet Volkswagen eine halbe Million Euro.

Volkswagen hat mit dem Rückruf seiner Diesel-Modelle begonnen. dpa

Software-Update für den Amarok

Volkswagen hat mit dem Rückruf seiner Diesel-Modelle begonnen.

WolfsburgDer Volkswagen-Konzern zahlt seinen Vertragswerkstätten für das Ausmerzen der illegalen Abgas-Software 60 Euro pro Fahrzeug. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Hannover am Donnerstag von zuständiger Seite. Daran verdiene ein VW-Partner „praktisch nichts“, hieß es. Der Konzern gibt die reine Arbeitszeit für das Update der Diesel-Software mit einer halben Stunde an, für die Werkstatt kommen noch Dokumentation und Verwaltungsarbeit hinzu.

Zusätzlich zu den 60 Euro für das Update (ohne Mehrwertsteuer) können die Werkstätten bei Bedarf pauschal einen Hol-und-Bring-Service für die Autos der Kunden in Rechnung stellen oder – falls nötig – Kosten für einen Ersatzwagen. Ein Volkswagen-Sprecher wollte Details der Vergütung nicht kommentieren. Der Konzern und seine Händler bilden eine Schicksalsgemeinschaft, so ist das in der Branche überall.

Dokumentation: Das schreibt VW den Amarok-Besitzern

Dokumentation

Das schreibt VW den Amarok-Besitzern

Mit einem Schreiben hat Volkswagen im Abgas-Skandal die Besitzer von betroffenen Amarok-Modellen zu Terminvereinbarungen für den Rückruf aufgefordert. Der Text des Schreibens im Wortlaut.

Kosten für Rückrufe liegen üblicherweise immer unter den Sätzen anderer Werkstattarbeiten. VW hatte den größten Rückruf in der Konzerngeschichte am Mittwoch mit dem Pick-up-Truck Amarok begonnen – es geht dabei um deutschlandweit rund 8000 Wagen.

In einigen Wochen sollen erste Varianten des Passat folgen. Auch sie sind Teil der ersten Rückrufwelle für Dieselmodelle mit dem Motor EA189 in der Abgasnorm Euro 5 mit 2,0 Litern Hubraum. Später im Jahr folgen dann betroffene Motoren mit 1,2 und 1,6 Litern. Insgesamt müssen 2,5 Millionen Autos des Konzerns zur Nachbesserung, darunter auch die VW-Schwestermarken Audi, Seat, Skoda und VW-Nutzfahrzeuge.

Die Wolfsburger bekräftigten, „den Nachbesserungsprozess für unsere Kunden so angenehm wie möglich“ gestalten zu wollen. Dazu zähle auch auf Wunsch „die kostenfreie und angemessene Ersatzmobilität“.

VW schreibt alle Halter nach und nach an. Die Autos sind trotz der verbotenen Software technisch fahrbereit und verkehrssicher. Die VW-Partner dürfen die Halteradressen behalten und später für Aktionen benutzen, etwa für Hinweise auf nahende Hauptuntersuchungen. Kunden können auf Wunsch dem Speichern ihrer Adresse widersprechen.

Von

dpa

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