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07.01.2011

10:07 Uhr

VW-Tochter

Audi meldet Absatzrekord für 2010

Audi hat 2010 so viele Autos verkauft wie in keinem Jahr zuvor. Die Tochter von Europas größtem Autobauer, Volkswagen, übertraf die eigenen Ziele.

Audi-Chef Rupert Stadler mit dem A1: Der Kleinwagen soll bereits in diesem Jahr China erobern. Quelle: dpa

Audi-Chef Rupert Stadler mit dem A1: Der Kleinwagen soll bereits in diesem Jahr China erobern.

HB LAS VEGAS/INGOLSTADT. Audi verkaufte 1,092 Millionen Autos nach 999 700 ein Jahr zuvor. Dies sei ein Plus von rund 15 Prozent, sagte Audi-Chef Rupert Stadler jetzt am Rande der Elektronikmesse CES im amerikanischen Las Vegas. "Das ist ein superschönes Ergebnis", sagte der Auto-Manager. Auch beim Umsatz und beim Ergebnis werde es neue Spitzenwerte geben. Ursprünglich hatte Audi als Absatzziel 1,08 Millionen Autos angegeben.

Stadler skizzierte auf der Consumer Electronics Show (CES) als einer der Eröffnungsredner den Weg von Audi, das Auto mit der Welt des Internets zu verknüpfen. Der Auto der Zukunft werde online mit anderen Autos sowie mit Verkehrs- und Wetter-Datenströmen verbunden sein. Am Rande kündigte der Manager an, dass der Kleinwagen A1 schon in diesem Jahr in China starten soll.

"Der A1 gibt der Marke Audi in China ein ganz neues Gesicht", sagte Stadler. Berichte, wonach der seit dem vergangenen Jahr in Belgien gebaute Kleinwagen die Absatzziele verfehlt habe, wies er zurück. Das Verkaufsziel von 25 000 bis 30 000 Einheiten sei erfüllt worden. 2011 will Audi etwa 110 000 Modelle des A1 verkaufen.

China verfehlte die Position des wichtigsten Marktes für die Ingolstädter mit 227 900 verkauften Autos nur ganz knapp, legte aber um 43,4 Prozent zu. Noch werden in Deutschland mehr Audis verkauft, allerdings stagnierte der Heimatmarkt mit 229 100 verkauften Autos praktisch. China werde aber rasant wachsen. Allein in den drei kommenden Jahren wolle Audi dort eine Million Autos verkaufen, bestätigte Stadler die Absatzpläne, die er auch durch Zulassungsbeschränkungen der chinesischen Regierung nicht gefährdet sieht.

Stadler kündigte einen massiven Ausbau der Kapazitäten für die Verknüpfung Internet und Auto an: "Audi verändert sich immer mehr in Richtung Softwareunternehmen." In nicht allzu ferner Zeit stehen bei den Ingolstädtern Themen wie 3-D-Navigation und frei kombinierbare volldigitale Kombiinstrumente auf der Tagesordnung. Dann können Autofahrer beispielsweise selbst bestimmen, ob der Drehzahlmesser oder der Tachometer in der Mitte des Displays stehen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagte Stadler.

Auch Daimler hat mit Hilfe des Absatzbooms in China und der Erholung des US-Markts 2010 deutlich mehr Autos verkauft. Der Absatz von Mercedes-Benz stieg im abgelaufenen Jahr um 15 Prozent auf 1,17 Millionen Fahrzeuge, wie der Stuttgarter Konzern am Freitag mitteilte. Im Dezember betrug das Plus elf Prozent. Auch für 2011 zeigte sich Daimler-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich: „Die Aussichten für Mercedes-Benz im neuen Jahr sind sehr gut.“ Rückenwind erwarte der Konzern auch durch eine Vielzahl neuer Modelle.

Besonders hohe Zuwachsraten verzeichnete Daimler 2010 wie auch die Konkurrenten Audi und BMW in China, wo große, luxuriös ausgestattete Limousinen „Made in Germany“ bei der Oberschicht hoch im Kurs stehen. Mercedes-Benz lieferte im vergangenen Jahr 148 400 Pkw im Reich der Mitte aus, 112 Prozent mehr als 2009. Damit hinken die Stuttgarter allerdings weiter hinter der VW-Tochter Audi hinter, die in China 228 000 Fahrzeuge absetzte.

Kommentare (1)

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Frieder

07.01.2011, 11:40 Uhr

Da kann ja wohl jemand nicht rechnen!

Es sind 9,2% Steigerung und nicht 15%

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