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04.05.2015

13:05 Uhr

VW-Tochter

Audi strebt weiter Absatzrekord an

Die VW-Tochter hat ehrgeizige Ziele: Audi möchte 2015 erneut deutlich mehr Autos ausliefern als im Vorjahr – obwohl das Umfeld schwieriger wird. Auch der Umsatz soll mitwachsen.

2015 sollten deutlich mehr Automobile der VW-Tochter ausgeliefert werden als im Vorjahr. dpa

Audi verspricht glänzende Aussichten

2015 sollten deutlich mehr Automobile der VW-Tochter ausgeliefert werden als im Vorjahr.

IngolstadtDie VW-Tochter Audi peilt trotz konjunktureller Unsicherheiten und wachsenden Wettbewerbsdrucks in diesem Jahr weiter einen Absatzrekord an. 2015 sollten deutlich mehr Automobile der Marke Audi ausgeliefert werden als im Vorjahr, bekräftigte das Unternehmen am Montag in Ingolstadt.

Dadurch dürfte sich der Umsatz des Unternehmens von zuletzt fast 54 Milliarden Euro in Abhängigkeit von den konjunkturellen Rahmenbedingungen moderat erhöhen, hieß es. 2014 hatte Audi 1,74 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Die größten Gewinner im deutschen Automarkt

Platz 10

Dacia - Plus 7,5 Prozent - 48.907 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die rumänische Billigtochter bleibt eine Erfolgsgeschichte für Renault und wächst in Europa weiterhin deutlich stärker als der Markt.

Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt

Platz 9

Skoda - Plus 8,5 Prozent - 173.538 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Mittlerweile sind die Tschechen die erfolgreichste Importmarke in Deutschland. Neue Modelle wie der Fabia dürften den Absatz auch im kommenden Jahr ankurbeln.

Platz 8

Seat - Plus 11,7 Prozent - 91.192 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns fährt aus der Krise. Der neue Leon macht's möglich - und beschert ein sattes Absatzplus auf dem deutschen Markt.

Platz 7

Nissan - Plus 13,7 Prozent - 62.536 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Den Japanern ist zum Jahresende etwas die Puste ausgegangen. Insgesamt kann sich das Absatzplus im abgelaufenen Jahr aber sehen lassen. Neue Modelle wie der Pulsar sollen die Erfolgsgeschichte im kommenden Jahr wiederholen.

Platz 6

Mitsubishi - Plus 14,1 Prozent - 24.131 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Japaner haben mit dem Outlander PHEV einen der ersten SUVs mit Plug-in-Hybrid im Angebot. Insgesamt überzeugt die Modellpalette die Deutschen offenbar.

Platz 5

Volvo - Plus 16 Prozent - 31.919 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Schweden sind zurück. Mit Modellen wie dem SUV XC90 blasen die Skandinavier wieder zum Angriff. Besonders zum Jahresende legte der Absatz deutlich zu.

Platz 4

Mazda - Plus 16,7 Prozent - 52.491 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Kennen Sie noch die uncoolen Mazdas aus den 90ern? Die Autokäufer in Deutschland kennen sie nicht. Eine runderneuerte Modellpalette bringt Mazda unter den Gewinnern der Zulassungsstatistik weit nach vorne.

Platz 3

Porsche - Plus 17,1 Prozent - 24.365 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen setzt seine Erfolgsgeschichte ungebrochen fort. Besonders zum Jahresende legt Porsche deutlich zu. Dabei dürften Verkaufsschlager wie der Macan auch weiterhin für Absatz sorgen.

Platz 2

Land Rover - Plus 18,1 Prozent - 14.679 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die noblen Briten können mit dem Evoque auch modern und klein. Das zahlt sich bei den Verkäufen aus. In Deutschland verkauft Land Rover fast doppelt so viele Autos wie Konkurrent Jeep.

Platz 1

Jeep - Plus 48,8 Prozent - 10.268 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die SUV-Marke aus dem Hause Fiat/Chrysler wächst in Deutschland stärker als alle Konkurrenten. Das dürfte Fiat-Chef Marchionne freuen, für dessen Premiumstrategie die Marke eine Schlüsselrolle spielt. Besteller ist der Grand Cherokee.

Die Zahlen des ersten Quartals waren bereits weitgehend bekannt. Demnach kletterte der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Audi 1,097 Milliarden Euro, nach 1,028 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Auslieferungen der Marke mit den vier Ringen legten im ersten Quartal um gut 6 Prozent auf 438 229 Fahrzeuge zu.

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Audi-Chef Rupert Stadler hatte sich vorgenommen, bis 2020 den Erzrivalen BMW an der Spitze der Oberklassehersteller abzulösen. Das Ziel, bis 2020 auch die Marke von zwei Millionen verkauften Autos zu knacken, will er schon früher schaffen, doch hatte er offengelassen, wann genau es soweit sein soll. BMW hatte bereits 2014 mehr als zwei Millionen Autos ausgeliefert.

Zu den Wachstumsplänen von Audi sollen auch Investitionen von 24 Milliarden Euro bis zum Jahr 2019 beitragen. Der Fokus liegt dabei auf technischen Innovationen und neuen Modellen - bis 2020 soll die Modellpalette auf 60 Automobile wachsen. Die VW-Tochter beschäftigt weltweit mehr als 80 000 Menschen, 58 000 davon in Deutschland. In diesem Jahr plant der Autobauer weltweit 6000 Einstellungen.

Von

dpa

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