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29.07.2011

12:20 Uhr

VW-Tochter

Audi will auf der Überholspur bleiben

Volkswagens Premiumtochter Audi ist auf Rekordfahrt und hat den Gewinn im zweiten Quartal verdoppelt. Für die künftige Profitabilität setzt sich der Ingolstädter Autobauer ehrgeizige Ziele, warnt aber auch vor Risiken.

Audi-Chef Rupert Stadler posiert neben einem E-tron Spyder: Volkswagens Premiummarke ist gut unterwegs. Quelle: dpa

Audi-Chef Rupert Stadler posiert neben einem E-tron Spyder: Volkswagens Premiummarke ist gut unterwegs.

Düsseldorf/IngolstadtAudi hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel auf 21,5 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis hat die VW-Tochter auf 2,5 Milliarden Euro beinahe verdoppelt. Unter dem Strich verbuchten die Ingolstädter 1,68 Milliarden Euro, satte 70 Prozent mehr als zwischen Januar und Juni 2010, wie Audi am Freitag mitteilte. Wachstumstreiber waren laut Audi die Modelle A1, A7 Sportback, A8 und die Geländewagen (SUVs). Insgesamt lieferten die Ingolstädter rund 653.000 Autos aus.

Der Umsatz legte stärker zu als die Verkäufe, weil Kunden hochwertigere Ausstattungen wählten und Audi sich in einer „starken Preisposition“ sieht. Die größeren und teureren Audis finden vor allem bei den neuen Reichen in Asien und dort insbesondere in China reißenden Absatz.

Beim Absatz ist Audi Daimler dicht auf den Fersen und erhöht den Druck im Kampf um den zweiten Platz in der Oberklasse. Die Pkw-Sparte der Stuttgarter, Mercedes-Benz Cars, verkaufte von Januar bis Juni rund 668.000 Autos. Beim Umsatz ist der Rückstand aber mit sieben Milliarden Euro noch deutlich.

Finanzvorstand Axel Strotbek sagt zu den Zielen ohne falsche Bescheidenheit: „Wir wollen auch im zweiten Halbjahr eine zweistellige operative Umsatzrendite erreichen.“ In den ersten sechs Monaten hat Audi eine operative Umsatzrendite von 11,8 Prozent erzielt, im Vergleich zu 7,6 Prozent zwischen Januar und Juni des Vorjahres. Damit hat das Unternehmen sein Ziel einer nachhaltigen durchschnittlichen Rendite von 8 bis 10 Prozent deutlich übertroffen und war profitabler als Daimlers Pkw-Sparte, die auf eine operative Umsatzrendite von rund 10 Prozent kam. Im zweiten Quartal entschied Audi diesen Vergleich mit 12,9 Prozent zu 10,7 Prozent für sich.

Strotbek wies aber auch auf Risiken hin: „Die immense Staatsverschuldung bedeutender Wirtschaftsnationen, die volatile Entwicklung der Märkte und die vor allem durch Spekulationen getriebene Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe stellt die gesamte Automobilindustrie vor große Herausforderungen.“

Zudem wird sich das Wachstum in Audis wichtigstem Absatzmarkt China in den kommenden Monaten wohl verlangsamen. „In China dürfte die im ersten Halbjahr erfolgte Abschwächung der Pkw-Nachfrage weiter andauern, so dass der Gesamtmarkt im Jahr 2011 voraussichtlich mit einer einstelligen Wachstumsrate expandiert“, hieß es im Geschäftsbericht.

Von

tia

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