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17.07.2015

12:54 Uhr

VW-Tochter

Gutes Geschäft in Europa treibt Scania

In Europa laufen die Geschäfte rund für Scania – der schwedische Lastwagenbauer freut sich über die gestiegene Nachfrage auf den großen Märkten. Umsatz und Gewinn der VW-Tochter legen zu.

Die geringe Nachfrage in Russland und Brasilien belastet den schwedischen Lastwagenbauer. Reuters

Lkws von Scania

Die geringe Nachfrage in Russland und Brasilien belastet den schwedischen Lastwagenbauer.

SödertäljeIm Schatten eines schwächelnden Geschäfts in Osteuropa und Lateinamerika hat der schwedische Lastwagenbauer Scania seinen Marktanteil in Europa nach eigenen Angaben erhöht. Im ersten Halbjahr dieses Jahres kletterte dieser demnach auf einen Rekordwert von 17,2 Prozent, wie die Volkswagen-Tochter am Freitag mitteilte.

„Die Nachfrage ist in den meisten großen europäischen Märkten wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Polen gestiegen“, hieß es. Die geringe Nachfrage vor allem in Russland und Brasilien drückt dem Lkw-Bauer dagegen weiter auf die Bilanz. „Höhere Fahrzeugvolumen in Europa, steigende Serviceerlöse und Währungseffekte haben sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt“, erklärte Scania-Chef Per Hallberg in Södertälje.

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Quelle: dpa

Volumen

Die Kernmarke VW-Pkw steht für rund jedes zweite verkaufte Auto im Konzern und produziert Modelle vom Kleinstwagen Up bis zum luxuriösen Phaeton. Sie könnte mit der tschechischen Pkw-Tochter Skoda und der spanischen Marke Seat eine Familie für den Massenmarkt bilden. Das Trio kam zuletzt auf rund 75 Prozent vom Konzernabsatz.

Premium

Dafür steht im VW-Konzern vor allem Audi. Die Ingolstädter setzten 2014 rund 1,45 Millionen Wagen ab. Zu Audi zählen auch die Edelmarke Lamborghini, die 2014 aber nur 2650 Fahrzeuge produzierte, und die Motorräder von Ducati (Jahresproduktion gut 45.000 Stück).

Sport und Luxus

Das ist im Konzern vor allem Porsche. Die Schwaben setzten 2014 rund 190 000 Wagen ab. Zusammen mit Audi fuhr Porsche zuletzt zwei Drittel des Konzern-Betriebsgewinns ein. Zu den Schwaben könnte sich die Luxuswagenschmiede Bentley gesellen, Hoflieferant des britischen Königshauses. Die 2014 rund 11.000 abgesetzten Wagen sind konzernweit zwar kaum zu sehen. Doch Bentley treibt Trends wie den Leichtbau voran, was auch Porsche macht. Hinzu kommen könnte Bugatti, wo 2014 zwar nur 45 Autos verkauft wurden. Jedoch baut Bugatti das Spitzenprodukt im Konzern: Der Supersportler Veyron fährt Tempo 432.

Schwere Nutzfahrzeuge

Das sind bei Volkswagen MAN und Scania. Beide Marken formen künftig in einer eigenständigen Holding eine gemeinsame Organisationseinheit – nehmen die Familienbildung also schon voraus.

Der Rest

Übrig blieben die VW-Nutzfahrzeuge (VWN), die im leichten Segment der gewerblichen Nutzung etwa Kastenwagen für Handwerker bauen. VWN hat technologisch mehr Nähe zu den Pkw-Schwestern als zu MAN und Scania.

Unter dem Strich verdiente der Nutzfahrzeughersteller im zweiten Quartal knapp 1,68 Milliarden schwedische Kronen (rund 180,0 Millionen Euro) und damit etwas mehr als im Vorjahreszeitraum (1,4 Milliarden Kronen). Auch beim Umsatz legten die Schweden leicht auf knapp 24,5 Milliarden Kronen (rund 2,6 Milliarden Euro) zu.

Scania gehört seit 2014 komplett zum VW-Konzern. Gemeinsam mit der anderen Lastwagen-Tochter MAN bildet die Marke eine gemeinsame Organisationseinheit in einer eigenständigen Holding.

Von

dpa

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