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02.12.2015

14:28 Uhr

VW und Dieselgate

Volkswagen – „ein Team, eine Familie“

Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche spricht auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg zu den Beschäftigten. Die Sorge vor dem Jobverlust ist groß. Die Aufklärung des Skandals habe im Konzern Priorität.

Der Belegschaft von Volkswagen steht in schweren Zeiten zusammen. dpa

Volkswagen

Der Belegschaft von Volkswagen steht in schweren Zeiten zusammen.

HamburgVolkswagen kann im Kampf gegen die Abgaskrise auf die Eigner-Familien Porsche und Piëch zählen. Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche hat am Mittwoch im Wolfsburger Stammwerk zur Belegschaft gesprochen. Zu der zweiten Betriebsversammlung seit Ausbruch des Diesel-Skandals im September kamen nach Betriebsratsangaben bis zu 20.000 Mitarbeiter. Teilgenommen haben auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der komplette Vorstand um VW-Chef Matthias Müller.

Arbeitsplätze dürften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. „Wir wissen: Arbeitsplätze sind ein sehr hohes Gut“, sagte er nach Angaben von Teilnehmern unter dem Applaus der Mitarbeiter. „Die Familien Porsche und Piëch stehen zur Beschäftigungssicherung bei Volkswagen durch ein stabiles und erfolgreiches Unternehmen“, fügte er hinzu.

Porsche lobte das neue Management um VW-Chef Matthias Müller für die bisherige Aufklärungsarbeit und bekannte sich zur Mitbestimmung der Beschäftigten bei VW. Damit sei der Konzern in den vergangenen Jahren nicht schlecht gefahren.

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Die Aufklärung der Abgasaffäre sei derzeit das Wichtigste für Volkswagen, betonte Porsche. Niemand darf den Kopf in den Sand stecken. Niemand darf glauben, dass der Abgasskandal wie ein Gewitter vorbeizieht und danach wie aus heiterem Himmel wieder schönes Wetter kommt.“ Er sei stolz darauf, dass Müller und Betriebsratschef Bernd Osterloh dies genauso sähen. Er selbst habe sich ebenfalls der Aufklärung verpflichtet. Porsche leitet den Sonderausschuss, der die Details der Dieselaffäre aufdecken soll. Der Aufsichtsrat will Mitte Dezember eine Zwischenbilanz der Aufklärung ziehen.

Unterdessen hat sich VW ein üppiges Finanzpolster zulegt, um die Folgen des Abgasskandals abzufedern. Volkswagen hat sich laut einem Agenturbericht mit mehreren Banken auf einen Überbrückungskredit von 20 Milliarden Euro geeinigt, um die Kosten des Abgasskandals abzufedern. Insgesamt hätten 13 Banken Kreditangebote gemacht, sagten Insider.

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