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12.09.2011

12:54 Uhr

VW und Suzuki

Rosenkrieg der Autobauer

Einer will weiterziehen, der andere aber klammert: Während sich Suzuki von Volkswagen lösen will, machen die Wolfsburger trotz viel Gezänk keine Anstalten, die Kooperation zu beenden. Dafür gibt es gute Gründe.

Partnerschaft von VW und Suzuki vor dem Aus

Video: Partnerschaft von VW und Suzuki vor dem Aus

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Frankfurt/TokioVolkswagen muss auf dem Weg an die Weltmarktspitze einen empfindlichen Rückschlag einstecken: Die Partnerschaft mit dem japanischen Kleinwagenspezialisten Suzuki , von dem sich die Wolfsburger Anschub auf dem wichtigen Zukunftsmarkt Indien erhofft hatten, steht nach monatelangen Misstönen vor dem Aus. Der japanische Konzern forderte Europas größten Autobauer am Montag auf, seine Anteile an dem japanischen Unternehmen zu verkaufen. Suzuki will technische Neuentwicklungen künftig alleine vorantreiben.

Zuvor hatte Volkswagen Suzuki vorgeworfen, den Kooperationsvertrag gebrochen zu haben. Suzuki habe unzulässigerweise Dieselmotoren von Fiat bezogen. Der deutsche Konzern setzte seinem Partner daraufhin eine mehrwöchige Frist, um „diesen Sachverhalt zu korrigieren“.

„Für VW wäre ein Bruch mit Suzuki schlecht“, sagte Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer. „Denn VW hat trotz vieler Marken bisher keine wirkliche Kompetenz im schnell wachsenden Billigautosegment.“ VW verliere durch den Streit wichtige Zeit und Marktanteile in Schwellenländern, erklärte Dudenhöffer, der das CAR-Institut an der Universität Duisburg-Essen leitet. Er kritisierte das VW-Management scharf. Während andere Autobauer erfolgreich miteinander kooperierten, sei dies bei VW offenbar nicht möglich. Er verwies auf die Zusammenarbeit von Toyota mit Ford und Peugeot sowie die Allianzen von BMW mit Peugeot und Daimler mit Renault , die weitgehend geräuschlos verlaufen. Die UniCredit-Experten erinnerten jedoch daran, dass bis auf den Bund zwischen Nissan und Renault bisher kaum eine Zusammenarbeit von japanischen mit westlichen Autobauern größere Erfolge gebracht habe.

Kommentare (2)

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Weltmarktfuehrer-Piech

12.09.2011, 11:55 Uhr

Wie kann es vorrangiges Ziel eines Unternehmens sein, "das größte Autounternehmen der Welt" zu werden.

Gibt es denn da keine andere Prioritäten, wie z.B. Gewinn, Forschungsführer, Weltmarktführer in Elektro usw.

Müssen den immer die pathologischen Ziele von Herrn Dr. h.c. Piech herangezogen werden?

Account gelöscht!

12.09.2011, 13:59 Uhr

Volkswagen soll auf Qualität, Technik, Kundenzufriedenheit und Gewinn konzentrieren. Und nicht blind auf die Größe! VW ist unübersichtlich groß. Er soll einige Marken wieder aufgeben.

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