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23.09.2011

06:28 Uhr

VW-Vorstand Klingler

„Wir müssen nicht nur Hyundai in Schach halten“

VonMark C. Schneider

ExklusivDer Volkswagen-Konzern hat sich für 2012 ehrgeizige Ziele gesetzt und will mit dem Kleinwagen Up den Markt aufmischen. Im Gespräch mit dem Handelsblatt gibt VW-Vertriebsvorstand, Christian Klingler, einen Ausblick.

Ein Besucher der IAA inspiziert den VW up! AFP

Ein Besucher der IAA inspiziert den VW up!

HamburgHandelsblatt: Was tun Sie, Herr Klingler, um den stärker werdenden koreanischen Rivalen Hyundai abzuwehren?

Christian Klingler: Wir müssen nicht Hyundai in Schach halten, sondern wir arbeiten daran, den Volkswagen Konzern mit jeder Marke, in jedem Markt, in jedem Segment richtig aufzustellen. Aber natürlich nehmen wir Hyundai als Wettbewerber sehr ernst. Die Koreaner haben massiv aufgeholt – bei Produkten und Qualität.

HB: Welche Entwicklung nehmen die Automärkte 2012?

Klingler: Insgesamt ist mit einem positiven Trend zu rechnen. Die Perspektiven in den einzelnen Märkten und Regionen sind aber sehr unterschiedlich: Länder wie China und Russland werden 2012 sicherlich weiter zulegen. Andere Länder, zum Beispiel in Südeuropa, werden voraussichtlich Rückgänge verzeichnen. Das Ausmaß ist aber weit entfernt vom Jahr 2008, als wir eine weltweite Finanzkrise hatten. Bisher sehen wir eher Dellen als tiefe Einschnitte. Und wir als Volkswagen Konzern erwarten ein überproportionales Wachstum.

HB: Selbst in der Wachstumsregion Südamerika geht es nicht mehr so steil bergauf – kein Grund zur Sorge?

Klingler: Brasilien wächst aufgrund von inflationsdämpfenden Maßnahmen der Regierung schwächer als angenommen. Dennoch bleibt die Wachstumsstory intakt. Und der Markt in Argentinien dürfte weiter sehr dynamisch zulegen.

HB: Vom auf der IAA vorgestellten Kleinwagen Up wollen Sie in den etablierten Märkten mehrere Hunderttausend Stück pro Jahr verkaufen. Was erwarten Sie von einer Version für die Schwellenländer?

Klingler: Wir fangen jetzt in Europa mit dem Up an. Und natürlich überlegen wir uns sehr genau, wo wir unsere New Small Family noch einsetzen. Da kann Südamerika eine Rolle spielen. Auch Indien und China wären möglicherweise attraktiv. Langfristig kämen wir damit auf eine durchaus ansehnliche Größenordnung. Der Up zeigt, dass es möglich ist, ein kleines, funktionales Fahrzeug mit emotionalem Design, hoher Qualität, einer Vielzahl an Sicherheits-Features und einigem mehr zu einem attraktiven Preis anzubieten – und zwar profitabel.

Kommentare (1)

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mfgreinhard

23.09.2011, 09:19 Uhr

Muß man als Zeitung eigentlich den Unsinn vom Klimaschutz nachplappern? Solche ökoterroristischen Meinungen wie sie Greenpeace vertritt sind hinreichend als menschenverachtend enttarnt und nicht tauglich für die Zukunft! Es kann, wenn überhaupt nur um effiziente Umwelt schonende Autos gehen. Alles andere ist Mainstream-Geschwafel!

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