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21.11.2013

16:41 Uhr

VW vs Toyota vs GM

Die drei ???

VonLukas Bay

Volkswagen, Toyota und General Motors kämpfen um den Titel als größter Autohersteller. Bisher ist das Elefantenrennen um die Weltspitze denkbar knapp. Was die Riesen beachten müssen, um zu gewinnen.

Wer wird die Nummer Eins? Drei Autohersteller wollen Weltspitze werden. dpa

Wer wird die Nummer Eins? Drei Autohersteller wollen Weltspitze werden.

DüsseldorfAlles spricht für ein Fotofinish. Glaubt man den Prognosen der Autoinstitute, dürften Volkswagen, Toyota und General Motors bereits im kommenden Jahr gemeinsam eine historische Marke überschreiten: Je zehn Millionen verkaufte Fahrzeuge. Schon heute stammen zwei von fünf verkauften Fahrzeugen aus den Werken der großen Drei. Doch wer in diesem Elefantenrennen die Nase vorn behalten wird, bleibt offen. Handelsblatt Online zeigt, wer die besten Chancen auf den Sieg hat.

Renditemeister Toyota

Bei der Rendite demonstriert der Marktführer seine Dominanz. Allein in den ersten neun Monaten des Jahren konnte Toyota 13,7 Milliarden Euro einnehmen, das sind satte 1.587 Euro Gewinn pro Fahrzeug oder eine Marge von 8,9 Prozent – die höchste im Volumensegment. Der US-Konkurrent GM kommt ohne die Europa-Tochter Opel immerhin noch auf eine Rendite von 3,8 Prozent. Rechnet man das defizitäre Europageschäft mit ein, bleibt eine Rendite von 3,1 Prozent. Auch der Betriebsgewinn legte in den ersten neun Monaten leicht auf 6,68 Milliarden Dollar zu. Im abgelaufenen Quartal lief es mit 2,64 Milliarden Dollar weitaus besser als im Vorjahr.

Bei Volkswagen fällt der Gewinn je nach Sparte extrem unterschiedlich aus. Während die Nobel-Töchter Audi und Porsche mit zweistelligen Renditen von 10,1 Prozent bzw. 18,2 Prozent im Premiumsegment vorneweg fahren, schwächeln derzeit alle Volumenmarken des Konzerns. Von den 21.215 Euro Umsatz, die mit jedem verkauften Volkswagen gemacht werden, bleiben nur 605 Euro (oder 2,9 Prozent) hängen. Die Tochter Seat schreibt weiter Verluste, obwohl die Absatzzahlen spürbar anziehen.

Kein Wunder, dass VW-Chef Martin Winterkorn bei den Wolfsburgern trotz Milliardengewinnen den Sparkurs verschärft. „Unser Fokus liegt auf einer konsequenten Kosten- und Investitionsdisziplin“, sagte Finanzchef Hans Dieter Pötsch jüngst der Nachrichtenagentur dpa. Bis 2018 wollen die Wolfsburger zu Toyota aufschließen und eine Rendite von acht Prozent erreichen.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Auf Erfolg getrimmt

Die hohen Absatzzahlen erlauben es den Marktführern, ihre Größenvorteile auch in der Produktion gnadenlos auszuspielen. Die wichtigste Waffe der Wolfsburger ist dabei der Modulare Querbaukasten (MQB), ein System, mit dem immer mehr Bauteile markenübergreifend eingesetzt werden. So basieren im Kleinwagensegment Skoda Fabia, Seat Ibiza, VW Polo und Audi A1 in weiten Teilen auf der gleichen Technik. Die Strategie spart zwar Kosten ein, birgt aber auch Risiken. Ist ein Bauteil fehlerhaft sind, sind gleich mehrere Millionen Fahrzeuge betroffen.

So mussten wegen Problemen mit Doppelkupplungsgetrieben zuletzt 1,6 Millionen Autos von fünf VW-Konzernmarken zurückgerufen werden. Ein finanzielles Desaster, das auch Spuren in der Außendarstellung hinterlässt.

Kommentare (3)

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audi

21.11.2013, 16:33 Uhr

>>> Was die Riesen beachten müssen, um zu gewinnen. <<<

wow, HB, jetzt übetrefft ihrt euch aber.

Stimmt, Volkswagen soltle unbedingt bei euch nachfragen, denn ihr habt das Insiderwissen?

TheReviewer

21.11.2013, 16:59 Uhr

>wow, HB, jetzt übetrefft ihrt euch aber.

>Stimmt, Volkswagen soltle unbedingt bei euch nachfragen, denn ihr habt das >Insiderwissen?

genau das habe ich mir auch gedacht, ich schlage Herrn Lukas als neuen Vorstandsvorsitzenden vor.

@Handelsblatt: bitte nehmt Euch etwas zurück, das geht arg in Richtung Spiegel Online.

Account gelöscht!

21.11.2013, 17:19 Uhr

VW will weltgrößter Hersteller werden, o.k.. Weshalb dann nicht schon endlich ein Modell im größten Marktsegment (große Pick-up's) im größten Automarkt der Welt (US) entwickelt wurde, dürfte wohl das Geheimnis der Wolfsburger Provinz bleiben.

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