Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2014

13:55 Uhr

Wachsende Nachfrage

Autobauer fahren Produktion in USA deutlich hoch

Die deutschen Autobauer weiten ihre Produktion in den USA in diesem Jahr kräftig aus: Über elf Prozent mehr Autos laufen 2014 in Amerika vom Band. Auch Daimler beginnt nun mit der Fertigung der C-Klasse im Alabama-Werk.

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, bei der North American International Auto Show (NAIAS) im Cobo Center Detroit (Michigan). Die neue Mercedes-Benz C-Klasse läuft dieses Jahr nun auch hier vom Band. dpa

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, bei der North American International Auto Show (NAIAS) im Cobo Center Detroit (Michigan). Die neue Mercedes-Benz C-Klasse läuft dieses Jahr nun auch hier vom Band.

Frankfurt/ DetroitAngetrieben von der rasant wachsenden Nachfrage bauen die deutschen Autobauer ihre Produktion in den USA in diesem Jahr einer Studie zufolge kräftig aus. 2014 würden rund 700.000 Autos deutscher Marken in den USA vom Band laufen und damit etwa 11,6 Prozent mehr als 2013, berichtete die Beratungsgesellschaft PwC anlässlich der Automesse in Detroit am Dienstag in Frankfurt. Dies wäre im Vergleich der weltweiten Produktionsstandorte die höchste Wachstumsrate. 2015 dürften die Produktionszahlen demnach sogar um weitere 30 Prozent zulegen.

Zum Vergleich: In China werden deutsche Autokonzerne nach der PWC-Studie im laufenden Jahr voraussichtlich zwar nur rund drei Prozent mehr Autos fertigen als im Vorjahr - allerdings war die Produktion 2013 auch um kräftige 20 Prozent oder 600.000 Einheiten gestiegen.

Der deutsche Branchenverband VDA erwartet 2014 in den USA nur noch vergleichsweise bescheidene drei Prozent Wachstum, wie der Verband der Automobilindustrie am Montag in Detroit mitgeteilt hatte. 2013 hatte der zweitgrößte Automarkt der Welt noch um fast acht Prozent auf 15,5 Millionen Wagen zugelegt.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Auch VDA-Präsident Matthias Wissmann rechnet aber damit, dass deutsche Hersteller ihre Kapazitäten in den USA weiter ausbauen werden. So beginne beispielsweise Daimler in diesem Jahr mit der Fertigung der neuen C-Klasse auch im Werk Tuscaloosa (Alabama). Nach den Angaben beschäftigen BMW, Volkswagen & Co. in ihren Werken in den USA derzeit rund 31 000 Mitarbeiter.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×