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02.04.2015

12:45 Uhr

Wachsender Markt

Deutsche Oberklasse-Autos für Südkorea

Die deutschen Autobauer freuen sich: Südkorea etabliert sich als neuer Markt für Oberklasse-Automobile und bevorzugt klar deutsche Modelle. Der Verband der Automobilindustrie blickt positiv in die Zukunft.

Deutsche Oberklasse-Autos sind in Korea gefragt. dpa

Seoul Motor Show

Deutsche Oberklasse-Autos sind in Korea gefragt.

SeoulSüdkorea hat sich aus Branchensicht als Markt für Oberklasse-Modelle etabliert, von dem vor allem die deutschen Hersteller profitieren. Die Oberklasse-Strategie der deutschen Autobauer habe sich als Erfolg erwiesen, sagte der Geschäftsführer des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Klaus Bräunig, am Donnerstag vor dem Beginn der Seoul Motor Show (3. bis 12. April). Auf Pkw im oberen Preissegment entfielen 70 Prozent der importierten Autos. Deutsche Oberklasse-Modelle machten dabei 86 Prozent aus.

Was die Mengen betreffe, könne Südkorea nicht direkt mit dem Riesenmarkt in China verglichen werden, sagte Bräunig. Doch habe sich Südkorea so dynamisch entwickelt, dass allein der Absatz deutscher Autohersteller von 2010 bis 2014 um 165 Prozent gestiegen sei.

Allein im vergangenen Jahr waren 143.300 Fahrzeuge exportiert worden (28 Prozent mehr als 2013). „Sie wachsen deutlich schneller als der Markt“, sagte Bräunig. Besondere Wertschätzung findet bei den Koreanern demnach die „Clean Diesel-Technologie“.

Die größten Gewinner im deutschen Automarkt

Platz 10

Dacia - Plus 7,5 Prozent - 48.907 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die rumänische Billigtochter bleibt eine Erfolgsgeschichte für Renault und wächst in Europa weiterhin deutlich stärker als der Markt.

Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt

Platz 9

Skoda - Plus 8,5 Prozent - 173.538 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Mittlerweile sind die Tschechen die erfolgreichste Importmarke in Deutschland. Neue Modelle wie der Fabia dürften den Absatz auch im kommenden Jahr ankurbeln.

Platz 8

Seat - Plus 11,7 Prozent - 91.192 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns fährt aus der Krise. Der neue Leon macht's möglich - und beschert ein sattes Absatzplus auf dem deutschen Markt.

Platz 7

Nissan - Plus 13,7 Prozent - 62.536 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Den Japanern ist zum Jahresende etwas die Puste ausgegangen. Insgesamt kann sich das Absatzplus im abgelaufenen Jahr aber sehen lassen. Neue Modelle wie der Pulsar sollen die Erfolgsgeschichte im kommenden Jahr wiederholen.

Platz 6

Mitsubishi - Plus 14,1 Prozent - 24.131 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Japaner haben mit dem Outlander PHEV einen der ersten SUVs mit Plug-in-Hybrid im Angebot. Insgesamt überzeugt die Modellpalette die Deutschen offenbar.

Platz 5

Volvo - Plus 16 Prozent - 31.919 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Schweden sind zurück. Mit Modellen wie dem SUV XC90 blasen die Skandinavier wieder zum Angriff. Besonders zum Jahresende legte der Absatz deutlich zu.

Platz 4

Mazda - Plus 16,7 Prozent - 52.491 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Kennen Sie noch die uncoolen Mazdas aus den 90ern? Die Autokäufer in Deutschland kennen sie nicht. Eine runderneuerte Modellpalette bringt Mazda unter den Gewinnern der Zulassungsstatistik weit nach vorne.

Platz 3

Porsche - Plus 17,1 Prozent - 24.365 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen setzt seine Erfolgsgeschichte ungebrochen fort. Besonders zum Jahresende legt Porsche deutlich zu. Dabei dürften Verkaufsschlager wie der Macan auch weiterhin für Absatz sorgen.

Platz 2

Land Rover - Plus 18,1 Prozent - 14.679 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die noblen Briten können mit dem Evoque auch modern und klein. Das zahlt sich bei den Verkäufen aus. In Deutschland verkauft Land Rover fast doppelt so viele Autos wie Konkurrent Jeep.

Platz 1

Jeep - Plus 48,8 Prozent - 10.268 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die SUV-Marke aus dem Hause Fiat/Chrysler wächst in Deutschland stärker als alle Konkurrenten. Das dürfte Fiat-Chef Marchionne freuen, für dessen Premiumstrategie die Marke eine Schlüsselrolle spielt. Besteller ist der Grand Cherokee.

Als Gründe machte Bräunig unter anderem den Ausbau der Marketingaktivitäten der Unternehmen und das Wirtschaftswachstum in Südkorea aus. Der VDA, der Autohersteller wie Zulieferer als Mitglieder hat, ist auf der Seoul Motor Show mit einem Gemeinschaftsstand vertreten.

Von

dpa

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