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18.02.2004

10:57 Uhr

Wachstum in 2004 soll zwei Prozent erreichen

Maschinenbauer sprechen von verlorenem Jahr

Die Produktion des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ist 2003 real um ein Prozent gesunken. „2003 war für den Maschinenbau aus konjunktureller Sicht ein verlorenes Jahr“, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Diether Klingelnberg, am Mittwoch in Frankfurt. Bei den Aufträgen konnte der Maschinenbau insgesamt ein Plus von drei Prozent in sein Orderbuch schreiben.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird nach Prognose des VDMA angesichts einer nur zögerlichen Nachfragebelebung in Europa sowie des starken Euro-Kurses in 2004 nur ein moderates Produktionswachstum von zwei Prozent verzeichnen.

Der starke Euro und die schleppende Nachfrage entzögen der konjunkturellen Erholung noch einige Kraft, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Diether Klingelnberg, am Mittwoch in Frankfurt. Im Hauptabsatzmarkt Westeuropa sei die Entwicklung noch nicht stabil genug, um Entwarnung geben zu können. Klingelnberg geht aber davon aus, dass die Branche die Talsohle durchschritten habe. „Der Startschuss für das Rennen um die weltweit steigende Nachfrage nach Investitionsgütern ist zwar gefallen, doch wartet auf uns noch ein Hindernislauf“, sagte Klingelnberg.

Im abgelaufenen Jahr verzeichnete der Verband für seine Unternehmen einen Rückgang der Maschinenbauproduktion von real einem Prozent. Der Umsatz blieb mit 132,4 Mrd. € stabil. Der Auftragseingang stieg den Angaben zufolge insgesamt um drei Prozent, wobei 2 % Wachstum auf Deutschland entfielen.

„Lichtblick der deuten Exportstatistik war wieder einmal China“, kommentierte Klingelnberg. Das Reich der Mitte habe inzwischen Italien von Platz drei im Ranking der wichtigsten Exportmärkte verdrängt. Dank hoher Nachfrage aus China und aus Mittel- und Osteuropa konnten Rückgänge auf dem amerikanischen Kontinent ausgeglichen werden.

Die Zahl der Mitarbeiter sank den Verbandsangaben zufolge in 2003 um 24 000 auf 875 000 Beschäftigte. Der jüngste Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie dürfte Klingelnberg zufolge einen weiteren Arbeitsplatzabbau zur Folge haben. Der Abschluss werde den schleichenden Arbeitsplatzabbau in der Branche nicht aufhalten können. „Schon gar nicht wird er den ersehnten Aufbau der Beschäftigung im Inland bringen“, sagte der VDMA-Präsident.

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