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15.03.2006

14:20 Uhr

Wachstum in Asien

Schott profitiert von Boom bei Flachbildschirmen und Solarzellen

Der Mainzer Glasspezialist Schott hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Gewinn verdreifacht. Nun soll es weiter aufwärts gehen. Vor allem im Ausland sieht das Unternehmen Chancen, speziell in Asien.

HB FRANKFURT. Dank des weltweit guten Absatzes von Spezialglas zum Beispiel für Flachbildschirme, Solarzellen oder Arzneimittel-Ampullen sollen die Umsätze in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent steigen, sagte Vorstandschef Udo Ungeheuer am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Der Gewinn des Konzerns, der komplett der Carl-Zeiss-Stiftung gehört, werde um einen hohen zweistelligen Prozentsatz wachsen.

„Wir sind mit den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres sehr zufrieden“, sagte Schott-Vorstandschef Udo Ungeheuer, „im Moment liegen wir beim Umsatz und Gewinn über den geplanten Zahlen.“ sagte er.

Wachstumsregion Nummer eins ist für Schott Asien. Bis 2010 soll der Umsatzanteil in Asien von 17 auf 30 Prozent steigen. Dort produziere eine immer größere Zahl an Kunden, während die Absatzbasis in Westeuropa in einigen wichtigen Branchen schwinde. Das Wachstum will Schott vor allem aus eigener Kraft stemmen; Zukäufe stehen nach Unternehmensangaben nicht auf der Agenda.

Im laufenden Geschäftsjahr soll die Rekordsumme von 325 Mill. Euro in Sachanlagen investiert werden, davon die Hälfte an deutschen Standorten. Zu den wichtigsten Projekten zählen zwei neue Fabriken zur Herstellung von Glassubstraten für großformatige Flachbildschirme in Jena und in Südkorea.

Im Geschäftsjahr 2004/2005, das am 31. September endete, hatte Schott bei einem Umsatz von 1,9 Mrd. Euro sein Ergebnis von 16 auf 54 Mill. Euro mehr als verdreifacht. Den Löwenanteil des Gewinns erzielt Schott im Ausland, wo etwa 80 Prozent des Konzernumsatzes gemacht werden. Der Umsatz ging wegen des Verkaufs und der Schließung einzelner Bereiche um rund 5 Prozent zurück. In den fortgeführten Kerngeschäften sei der Umsatz aber stabil geblieben oder gewachsen, so das Unternehmen.

Weltweit beschäftigt Schott knapp 17 000 Mitarbeiter, davon 7 200 in Deutschland und rund 3 000 in Mainz. Während die Zahl der Stellen dieses Jahr im Ausland wachsen werde, soll sie in Deutschland in etwa gleich bleiben.

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