Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.06.2011

15:56 Uhr

Wachstumsbereich

BASF erwartet steigende Kunststoffnachfrage

Die Nachfrage nach Kunststoffen könnte schon in diesem Jahr wieder Vorkrisenniveau erreichen, schätzt der Chemieriese BASF. Die Kapazitäten für Mischanlagen sollen ausgebaut werden.

Der deutsche Chemiekonzern BASF baut seine Kapazitäten in der Kunststoffproduktion aus. Quelle: dapd

Der deutsche Chemiekonzern BASF baut seine Kapazitäten in der Kunststoffproduktion aus.

FrankfurtDer Chemieriese BASF versprüht dank der guten Auftragslage in vielen Industriezweigen Zuversicht für sein Kunststoffgeschäft in Europa. In diesem Jahr soll in Europa der Verbrauch an technischen Kunststoffen, die in der Auto-, der Elektronik- und der Baubranche eingesetzt werden, wieder das Niveau von vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreichen, wie der Branchenprimus am Dienstag in Ludwigshafen prognostizierte. „Die Nachfrage stieg im Jahr 2010 verglichen zum Krisenjahr 2009 um mehr als 30 Prozent. Auch für 2011 rechnen wir mit einem zweistelligem Wachstum“, gab sich der für das Europageschäft mit technischen Kunststoffe zuständige Manager, Willy Hoven-Nievelstein, zuversichtlich.

Wichtige Produkte von BASF in diesem Feld sind die Plastik-Sorten Polyamid und PBT, die unter anderem in Autositzen und Ölwannen, aber auch in Sensoren und Fensterprofilen verarbeitet werden. Für die nächsten Jahre erwartet BASF im Schnitt pro Jahr in Europa ein Wachstum von mehr als fünf Prozent. Für die beiden Kunststoffe will der Konzern deshalb am Standort Schwarzheide die Kapazitäten für Mischanlagen, in den diese Produkte maßgeschneidert werden, um 10.000 Tonnen im Jahr erhöhen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. BASF hatte im ersten Quartal bereits angekündigt, für technische Kunststoffe in China und Korea die Kapazitäten solcher Produktionsstätten, die als Compoundier-Anlagen bezeichnet werden, zu verdoppeln.

Weltweit hatte der Konzern im ersten Quartal in seiner gesamten Kunststoffsparte den Umsatz um 27 Prozent auf 2,79 Milliarden Euro gesteigert. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - war wegen des starken Absatzes und Preiserhöhungen sogar um 41 Prozent nach oben geschnellt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×