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06.12.2012

16:31 Uhr

Wachstumsmarkt

Daimler will offenbar China-Vorstand berufen

Um auf dem Wachstumsmarkt China nicht weiter hinter den Konkurrenten Audi und BMW zurückzubleiben will Daimler kommende Woche einen China-Vorstand ernennen. Die Stuttgarter folgen damit dem VW-Konzern.

Daimler will mit einem eigenen China-Vorstand auf dem wichtigen Zukunftsmarkt angreifen. dpa

Daimler will mit einem eigenen China-Vorstand auf dem wichtigen Zukunftsmarkt angreifen.

StuttgartDer Autobauer Daimler will am kommenden Mittwoch einen eigenen China-Vorstand ernennen. Bei der Sitzung des Kontrollgremiums am 12. Dezember werde über die Personalie entschieden, sagte eine mit Sache vertraute Person am Donnerstag in Stuttgart und bestätigte damit Informationen der „Financial Times Deutschland“.

Die Stuttgarter folgen damit dem Beispiel des VW-Konzerns, der im Sommer eine entsprechende Position geschaffen hatte. Auf dem Wachstumsmarkt China fährt Daimler den Konkurrenten Audi und BMW seit längerem hinterher. Die Stuttgarter wollen ihre Position dort unter anderem mit einem neuen Vertriebssystem stärken.

Die Geschäftsfelder des Daimler-Konzerns

Daimler Trucks

Umsatz: 28,8 Milliarden Euro, Ebit: 1,9 Milliarden Euro. Daimler ist der weltweit größte Hersteller von schweren Lkw. Der Bereich umfasst die Marken Mercedes-Benz, Freightliner, Western Star und Fuso. In Indien wird in diesem Jahr die neue Marke BharatBenz eingeführt. Auch die typischen amerikanischen Schulbusse werden von Daimler unter der Marke Thomas Built Buses hergestellt und werden wegen Synergien in der Produktion zum Geschäftsfeld gezählt.

Mercedes-Benz Cars

Umsatz: 57,4 Milliarden Euro, operatives Ergebnis (Ebit): 5,2 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird in diesem Bereich gemacht. Dazu gehören die Marken smart, Mercedes-Benz und Maybach. Das Ende der Luxuskarossen von Maybach ist allerdings schon besiegelt. Stattdessen setzt Daimler auf zusätzliche Modelle der Mercedes-Benz S-Klasse.

Mercedes-Benz Vans

Umsatz: 9,2 Milliarden, Ebit: 835 Millionen Euro. Das Transportergeschäft besteht aus den Baureihen Sprinter, Vito/Viano und Vario.

Daimler Buses

Umsatz: 4,4 Milliarden Euro, Ebit: 162 Millionen Euro. Bei den Omnibussen über acht Tonnen ist Daimler Weltmarktführer. Zur Produktpalette gehören die Marken Mercedes-Benz, Setra und Orion. Geliefert werden komplette Busse, aber auch Fahrgestelle.

Daimler Financial Services

Umsatz: 12,1 Milliarden Euro, Ebit: 1,3 Milliarden Euro. Die Finanz- und Versicherungssparte bietet unter anderem Finanzierung und Leasing von Fahrzeugen sowie ein Flottenmanagement an. Daimlers Carsharing-System „car2go“ wurde inzwischen in das Geschäftsfeld integriert.

Im November verkaufte der Stuttgarter Fahrzeughersteller zwar so viele Fahrzeuge wie noch nie zuvor in diesem Monat - auf dem wichtigen Wachstumsmarkt muss das Unternehmen aber Federn lassen. Daimlers zentrale Pkw-Sparte mit den Marken Mercedes-Benz, AMG, Smart und Maybach setzte im November zwar 128.768 Autos ab - und erreichte damit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ein Plus von 5,3 Prozent.

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Aber in dem asiatischen Riesenreich waren die Verkäufe weiter rückläufig. Allein für die Marken Mercedes-Benz und AMG brach der Absatz um 6,6 Prozent ein. Bereits im Vormonat Oktober hatte der Autobauer dort ein Minus ausweisen müssen. Bei der Aufsichtsratssitzung soll auch der Vertrag von Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler verlängert werden - voraussichtlich um weitere fünf Jahre. Renschler ist seit 2004 Vorstandsmitglied.


Von

dpa

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