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23.07.2013

15:00 Uhr

Wachstumsstrategie

Mercedes stellt den Vertrieb um

Nachdem Daimler mit Verkaufsrekorden ins Jahr gestartet ist, halten die Stuttgarter an ihren positiven Prognosen fest. Dafür soll auch der Vertrieb deutlich umgestellt werden.

Die neue S-Klasse soll Daimler Chef Zetsche gute Zahlen bescheren. dpa

Die neue S-Klasse soll Daimler Chef Zetsche gute Zahlen bescheren.

NeuhausenDer Autobauer Daimler will die Erzrivalen BMW und Audi bis 2020 mit Hilfe einer neuen Vertriebsstrategie überholen. „Mit Blick auf unsere Wachstumsstrategie Mercedes-Benz 2020 entwickeln wir auch unser Marketing und unseren Vertrieb gezielt weiter“, kündigte Vertriebsvorstand Joachim Schmidt am Dienstag in Neuhausen auf den Fildern bei Stuttgart an.

Dazu will der Hersteller noch in diesem Jahr erste Online-Shops für seine Autos anbieten. Zudem soll sich die Zahl der Markenauftritte in Innenstädten bis 2020 auf weltweit 40 Läden verdoppeln. Junge Leute sollen außerdem gezielt über sogenannte Pop-up-Stores, temporäre Läden, und Pavillons angesprochen werden. Konkrete Angaben zum Investitionsvolumen machte Schmidt nicht.

Auch das Absatzziel für das laufende Jahr wollen die Schwaben so erreichen. „Wir haben im zweiten Halbjahr vor, nochmal eine Ladung draufzulegen, um über 1,4 Millionen Fahrzeuge zu kommen“, sagte Schmidt. Daimler will die Oberklasse-Konkurrenten BMW und Audi bis 2020 unter anderem beim Absatz überholen. Ziel für 2013 waren mehr als 1,4 Millionen Autos. 2015 sollen es mehr als 1,6 Millionen sein.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

„One size fits all - mit dieser Strategie kommen wir nicht weiter“, sagte Schmidt. Der Autobauer hat dazu verschiedene Zielgruppen ausgemacht - neben den klassischen, eher älteren Daimler-Kunden stehen dabei nun vor allem junge Leute im Fokus. Sie will der Autobauer künftig stärker in ihrem persönlichen Umfeld ansprechen. Temporäre Auftritte auf Stadtteilfesten und in Parks sollen dazu ebenso beitragen wie mehr Ansprache und Service im Netz.

Wer möchte, soll sein Auto daher bald auch vom heimischen Sofa aus kaufen können: Bis Ende des Jahres plant Daimler zusammen mit seinen Niederlassungen in Hamburg und im polnischen Warschau erste Pilotprojekte für Online-Shops, in denen zunächst vor allem die Kompaktwagen angeboten werden.

„Wir haben Kunden, die kommen nicht mehr so einfach ins Autohaus, die müssen wir auf andere Weise ansprechen“, sagte Schmidt. Am klassischen Handel wolle man zwar trotzdem festhalten. Allerdings räumte Schmidt ein, Daimler sei ständig bestrebt, seine „Niederlassungen effizienter und effektiver zu machen“. Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass die Schwaben ihr deutsches Niederlassungsnetz auf den Prüfstand stellen.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

23.07.2013, 16:22 Uhr

...................................
..DAIMLER AG..Q2-ZAHLEN 24.JULI..
...................................
daimler ist von allen deutschen automobil-
unternehmen am breitesten aufgestellt - dh.
verfügt über die grösste angebotspalette..
..
nach dem restverkauf der EADS-ANTEILE im
letzten quartal gibt es genug liquidität
für zukunftsvorhaben..
..
grösste vorteil gegenüber den mitbewerbern
..
daimler hat keinen grossaktionär..!!!
..
allerdings notiert die aktie nahe dem jah-
res-mehrjahreshoch..
..
..

megaschatte

23.07.2013, 16:50 Uhr

Mercedes soll zuerst einmal die Werkstatt- und Ersatzteilpreise auf ein erschwingliches Niveau bringen. Wenn man für einen Wechsel der Bremsflüssigkeit 80€ verlangt und die Opelwerkstatt nebenan 25€, lockt man die junge Kundschaft gewiß nicht an!

realist

23.07.2013, 17:02 Uhr

...........wie war das? Diese Firma (den Namen möchte ich nicht mehr in den Mund nehmen) stellt seinen Vertrieb um? Viel wichtiger wäre als Kunde zu wissen, wann wird die gesamte Firmenspitze einschließlich dem Aufsichtsrat umgestellt, d. h. ausgewechselt und nach Hause geschickt. Dieser unfähige Haufen hat mit den Vorgänger-Vorständen die Marke zu dem gemacht was sie heute ist......bedeutungslos. Was müßte denn passieren bzw. gemacht werden, um eine Besserung herbeizuführen?
Es mußte oben wieder ein echter Dipl. Ing. die Geschicke in die Hand. Seine Kleidung müßte ganzjährig und immer der dkl. blaue Overall sein mit großem Stern vorne und hinten. Ein Strahlemann mit stahlblauen Augen (nicht mit braunen Augen). Sein Schirmmütze, sein Eßgeschirr, seine Teller und Tassen mit Mercedes-Stern. Seine Bettwäsche, seine Tischdecken zuhause, seine Dekorationen zuhause vor dem Fenster mit einem Mercedes Stern. Er müßte nur noch so in Erscheinung treten. Ein Markensymbol für den Spruch.....das Beste oder nichts. Und dann müßte das wieder hergestellt werden was war, nämlich die Firma in Mercedes Benz um zu taufen, so wie es einmal war, so wie es sich für die älteste Autoschmiede in der Welt gehört. Wurde seinerzeit, als man für weit über 200 Millionen Euro den Namen Daimler in England gekauft hatte, eine ehemalige Nachfahre aus der Mercedes-Dynastie anläßlich der Namensfestlegung überstimmt und nach Hause geschickt. Wollte diese Frau das der Laden nach wie vor Mercedes Benz heißen sollte. Ein Skandal allererster Güte. Es reicht der Platz nicht, um den Zustand dieser Firma zu schildern......
Aber.......und es wird so sein, es ändert sich nix (nichts)...........

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