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14.03.2017

16:03 Uhr

Wacker Chemie

Spezialchemiekonzern erwartet Umsatzplus

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie erwartet auch für 2017 ein Umsatzplus. Wacker plant erneut mit einem bereinigten Betriebsgewinn von 1,1 Milliarden Euro. Sorge bereitet dem Konzern aber die weltpolitische Lage.

Der Jahresbeginn verlief für den Konzern bereits positiv. dpa

Wacker Chemie

Der Jahresbeginn verlief für den Konzern bereits positiv.

MünchenNach Zuwächsen im vergangenen Jahr zeigt sich Wacker Chemie optimistisch. „Ich bin zuversichtlich, dass 2017 ein gutes Jahr für Wacker werden kann“, sagte Vorstandschef Rudolf Staudigl am Dienstag in München. Der Umsatz von zuletzt gut 5,4 Milliarden Euro werde im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

Weil die Preise für die Produkte des Spezialchemiekonzerns in der Summe niedriger ausfallen und die Rohstoffpreise momentan anziehen, plant Wacker mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) auf Vorjahresniveau (1,1 Milliarden Euro). Bleibe die Konjunktur wie prognostiziert auf Wachstumskurs, sehe er „noch weiteres Aufwärtspotenzial“ für das Ebitda, sagte Staudigl.

Prognose für 2017: Düstere Signale aus der Chemie

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Die ersten zwei Monate des Jahres seien gut angelaufen; die Chemiebereiche hätten höhere Umsätze erzielt, das Geschäft mit Reinstsilizium, das in der Halbleiter- und Solarindustrie zum Einsatz kommt, und bei der Wafertochter Siltronic sei ebenfalls besser gelaufen. Vor allem bei der Wafertochter seien die Absatzmengen und die Preise gestiegen, führte Staudigl aus.

Siltronic-Chef Christoph von Plotho kündigte weitere Preiserhöhungen in den nächsten Verhandlungsrunden mit den Kunden an. Die Knappheit im Wafermarkt halte erst einmal an. Siltronic werde deshalb 2017 einen Gewinnsprung erzielen und eine Ebitda-Marge „von mindestens 20 Prozent, wenn nicht sogar deutlich darüber hinaus“, prognostizierte Plotho.

Wacker Chemie: Chemiekonzern steigert bereinigten Gewinn kräftig

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Wacker-Chef Staudigl sagte weiter, die Risiken aus der weltpolitischen Lage seien keineswegs zu unterschätzen, auch Abschottungstendenzen und Handelsbarrieren erfüllten ihn mit Sorge. „Eingriffe in den freien Handel sind immer schädlich.“

Wacker Chemie habe mit Handelsschranken bereits Erfahrung: 2013 hatte die EU Strafzölle auf chinesische Solarmodule eingeführt, mit dem Ziel. „Im Ergebnis allerdings war der Schaden dieser Maßnahmen ungleich größer als ihr Nutzen“, sagte Staudigl. Er begrüße, dass die Strafzölle im September 2018 auslaufen sollen.

Von

rtr

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