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30.09.2011

12:45 Uhr

Wadan-Werften

Ehemaliger Eigentümer in Moskau erschossen

Der ehemalige Eigentümer der Wadan-Werften ist in Moskau erschossen worden. Ein Unbekannter feuerte in einem Restaurant auf Andrej Burlakow, dem immer wieder undurchsichtige Geschäfte vorgeworfen wurden.

Andrej Burlakow (Archivbild). picture-alliance/ dpa Verwendung weltweit

Andrej Burlakow (Archivbild).

MoskauDer frühere Besitzer der damaligen Wadan-Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde ist in einem Moskauer Restaurant erschossen worden. Andrej Burlakow sei vermutlich einem Auftragsmord zum Opfer gefallen, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Killer sei sehr kaltblütig vorgegangen und habe mindestens fünf Mal aus nächster Nähe auf Burlakow und dessen Lebensgefährtin gefeuert, die lebensgefährlich verletzt wurde.

Ein mögliches Motiv seien ausstehende Schulden Burlakows, hieß es. Die Polizei hatte zunächst lediglich mitgeteilt, ein Geschäftsmann sei erschossen worden. Die Bluttat vom Donnerstag erinnert Beobachter an eine Welle von Auftragsmorden an Moskauer Geschäftsleuten in den 1990er Jahren. Burlakow sei im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben, schrieb die Zeitung „Kommersant“. Seine Partnerin wurde lebensgefährlich verletzt.

Der Angreifer, der vermutlich mit einem falschen Bart verkleidet war, sei zielsicher auf den Tisch des Paares zugegangen. Am Tatort wurden angeblich fünf Patronenhülsen vom Kaliber 7,62 Millimeter gefunden. Zunächst war berichtet worden, dass der Täter Gummigeschosse abgefeuert habe. Burlakow, der 48 Jahre alt wurde, waren immer wieder undurchsichtige Geschäfte vorgeworfen worden - auch bei seinem Engagement beim einst drittgrößten deutschen Schiffbauer in Mecklenburg-Vorpommern 2008. Der in der früheren DDR geborene Geschäftsmann saß - wie auch seine Lebensgefährtin - wegen Betrugsvorwürfen zeitweise in Moskau in Untersuchungshaft, kam aber gegen Kaution frei. Die mittlerweile zu Nordic Yards umbenannten Wadan-Werften befinden sich seit 2009 im Besitz des Russen Witali Jussufow.

Von

dpa

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